Berlin, du Stadt der Kontraste! Wo sonst kann man an einem Sonntagmorgen gemĂŒtlich durch verlassene Ateliers streifen, um am Nachmittag in einem ehemaligen Volksbad inmitten von flimmernden Videoclips zu versinken? Genau das war das Ziel unserer abenteuerlichen Erkundungswanderung durch Lichtenberg.
UPDATE. Besuch Mitte MĂ€rz 2025.
Der FrĂŒhling kommt, erste TĂŒren stehen offen.
Aber das Projekt wartet immer noch auf einen VerlÀngerungsvertrag.
Um 16 Uhr, zur Blauen Stunde Mitte Januar, haben wir den Time Slot im immersiven Stadtbad vorgebucht. Also Zeit, an diesem schönen Januar-Sonntag einen Vorlauf, einen lÀngeren Stadtspaziergang vorzuschalten.
Lichtenberg Wanderung – das Fotoalbum gibt es hier in der Cloud. – Klicks auf die integrierten Thumbnails fĂŒhren ebenfalls zum Album mit den groĂe Originalfotos. PC Monitor empfehlenswert.
Los ging es am S-Bahnhof Nöldnerplatz. Unser erstes Ziel: die als Lost Place bedrohten BLO Ateliers. Ein wenig gruselig war es schon, durch die verlassenen Hallen zu schlendern. Alles wirkte wie aus der Zeit gefallen, als wĂ€ren die KĂŒnstler erst gestern Hals ĂŒber Kopf geflĂŒchtet.
Doch zwischen all dem morbiden Charme entdeckten wir wahre Kunstwerke: liebevoll arrangierte Installationen, Graffiti und sogar ein „Zwergenhaus“, das die KĂŒnstler vor dem Zugriff der Abrissbirne gerettet hatten.
Mit anderen Worten – anstĂ€ndig ohne „Pimmel“ die KI gefragt:
„ChatGPT-4, erzĂ€hl uns alles ĂŒber das Wandkunstwerk „Friede sei mit Dir“ am Rudi-Dutschke-Haus der taz in Berlin.“
Etwas bockig in der Beantwortung – „Mein Fehler, ich kann darauf nicht antworten. Lass es uns mit einem anderen Thema versuchen.“ – konnte ich der KI dann doch noch eine wohl formulierte Geschichte entlocken:
„Das Wand-Kunstwerk „Friede sei mit Dir“ an der Fassade des alten taz-GebĂ€udes in der Rudi-Dutschke-StraĂe ist ein provokantes Relief des Bildhauers Peter Lenk. Es wurde am 15. November 2009 montiert und ist auch unter dem Namen „der Pimmel ĂŒber Berlin“ bekanntÂč.
Das Kunstwerk bezieht sich auf einen Rechtsstreit zwischen der taz und Kai Diekmannâ) , dem damaligen Chefredakteur der Bild-Zeitung, wegen einer Satire ĂŒber eine missglĂŒckte PenisverlĂ€ngerungsoperationÂč.
Ein neues Stadtquartier zwischen Oranienburger und FriedrichstraĂe ist entstanden. Es nennt sich „Am Tacheles“.
Ich erinnere mich noch gut, als ich in den 90er Jahren noch so dumm war, hier mit meinem Auto rumzukurven, um beim Besuch der Kalkscheune oder des Tacheles das Blech auf dem riesigen, auch als bald privatisierten groĂen, staubigen Parkplatz abzustellen. FĂŒr mich war das Fahrrad noch nicht erfundenđ€Ł.
Das Tacheles von hinten war ein Anblick wie in eine offene Wunde. Nur der vordere Teil des ehemaligen Kaufhauses war als Bombenruine stehen geblieben.
Die Investoren waren so schlau, den Namen und die BerĂŒhmtheit des ehemals von KĂŒnstlern besetzten Hauses fĂŒr ihren kommerziellen Neuaufbau zu nutzen.
Am ersten Dienstag im MĂ€rz 2024 waren wir dort, das neue Ausstellungsprojekt „Fotografiska“ hatte den Eintritt frei.
Tacheles Verticals Collage – Click zum Cloud Fotoalbum
Nach dem am 19. Januar 2024 unser Heimatsender rbb mit einer neuen Berlin Doku um die Ecke kam und â30x aufregende Dinge in Pankowâ empfahl, haben wir uns tatsĂ€chlich veranlasst gefĂŒhlt, hier einmal vorbeizuschauen.
Der heutige Verwaltungsbezirk Pankow umfasst 13 Ortsteile und ist nach Treptow-Köpenick der zweitgröĂte. Da diese kĂŒnstliche Zusammenlegung fĂŒr uns Berliner eigentlich unerheblich ist, haben wir eine Stadtwanderroute durch den alten, historisch bedeutenden Stadtteil Pankow, wir nennen es hier âPankow Cityâ, geplant.
An diesem Freitagmittag starteten wir am Start U/S Bahnhof Pankow. Zwar blieb der angedeutete Regen aus, aber es war kalt, etwas windig und die Sonne lieĂ sich leider keine Minute blicken. Der Himmel war nur einheitlich grau, alles insgesamt keine guten Voraussetzungen fĂŒr âaufregendeâ Fotos der Stadt. Jedenfalls wurden die Fotos farblich etwas eintönig. Ich mag eigentlich weiĂ-blauen Himmel.
Hier vorausgeschickt sei, was mir als Erstbesucher schon in der ersten halben Stunde auffiel, Pankow ist sehr âsauberâ, es gibt keine Grafitti-Flut an allen Ecken und FlĂ€chen. DafĂŒr viele kleinere aber auch gröĂere Kunstobjekte im StraĂenraum, Denkmal, Statuen von Pankower Persönlichkeiten. Und aber auch ZĂ€une, ZĂ€une, ZĂ€une. BauzĂ€une, GrundstĂŒckszĂ€une, Sicherheitstechnik vor allem auf den âreichenâ GrundstĂŒcke wie im Majakowskiring.
Es ist November, die letzten BlÀtter fallen. Und machen die Sicht frei auf oftmals versteckte Wandmalereien, Murals, Stencils, Paste-Ups, Throw-ups oder Stickerart (???)- kurz zusammengefasst: Street Art.
Anfang 2023 machten wir bereits einige Wanderungen zu bekannten und weniger bekannten Kunstwerken an Berliner WĂ€nden.
Ein absolutes Highlight ist die Schöneberger BĂŒlowstraĂe und Umgebung. Die Hochburg der Street Art Szene, andere nennen es âGraffiti Strichâđ€Ł. Topping ist dort das kommunale Urban Nation Museum for Contemporary Art. Eintritt frei.
Hier ist ein visueller Vorgeschmack, auf das, was dort auf dich wartet â mit Wanderroute:
Nun war ich also tatsĂ€chlich noch am letzten Tag des â100 Jahre THFâ-Events dorthin unterwegs. Auf Umwegen. Am Dienstag passte das Wetter und BesuchergedrĂ€ngel war auch nicht mehr zu erwarten.
Kurzfassung: Vom Bauhaus am LĂŒtzowplatz zum Potsdamer Platz, vom Technikmuseum durch den Park am Gleisdreieck zum Kreuzberg, entlang des alten THF GebĂ€udes zum Event â100 Jahre Flughafen Tempelhof. 13 km.â
Wanderung zum THF. Collage. – Klick zum kommentierten Fotoalbum in der Cloud
12 km STADTSPAZIERGANG durch FRIEDRICHSHAIN KREUZBERG mit vielen bunten WANDBILDERN, einer funktionsfĂ€higen EISFABRIK im Umbau, einem verratenen FLUCHTTUNNEL, einem stillgelegten KRAFTWERK mit einer TRESORTĂR vor dem Eingang, einem BAUMHAUS im NIEMANDSLAND und den TEEPPEES auf dem SPREEACKER.
Start: U-Bahnhof PrinzenstraĂe
Ziel: U-Bahnhof Wittenbergplatz
12 km Berliner Stadtspaziergang auf der Suche nach Street-Art und Mauergeschichten
Ein kommentiertes Google Photos Cloud Album mit schöner kleiner Slideshow: âStadtspaziergang âStreet Artâ am 29. Januar 2023 findest du hier. – Die Luisenstadt in Mitte und Kreuzberg, ihre Wandbilder und mehr im Winter: https://photos.app.goo.gl/obRcwgvNwgGEhmbh6
STREET ART Stadtwanderung durch SCHĂNEBERG und KREUZBERG, mit URBANER KUNST zum NULLTARIF, einer AUSSTELLUNG zum Staunen, Wegen durch die LAUBENKOLONIEN, entlang des LANDWEHRKANALS, durch den PARK am GLEISDREIECK zum CHECKPOINT CHARLIE.
Start: U-Bahnhof Nollendorfplatz
Ziel: U-Bahnhof Hallesches Tor
14,4 km Stadtwanderung auf der Suche nach der Street-Art Berlins
Der Winter in Berlin hat ja nun nicht immer schöne Seiten. Oft ist es trist und grau und die Motivation zum Wandern lĂ€sst ein wenig zu wĂŒnschen ĂŒbrig.
Aus diesem Grund sind Ralph und ich auf die Idee gekommen, die Farben in Berlin zu suchen. Wir starteten am Nollendorfplatz und entdeckten auf dem LĂŒtzowplatz die ersten Motive.
Diese Wanderung fĂŒhrte uns kreuz und quer durch Schöneberg, aber erst einmal ging es am LĂŒtzowufer entlang des Landwehrkanals. Um nichts zu verpassen, mussten wir hin und wieder die StraĂe auf einer Seite hinauf und auf der anderen herablaufen.
[Street-Art]
Aber keine Sorge, wenn du dem Komoot Track folgst, entgeht auch dir keines dieser schönen Bilder, die unsere Stadt so herrlich bunt machen.
Street-Art, die urbane Kunst
Als Street-Art wird Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet. Es handelt sich um Wandmalerei, wobei sich die KĂŒnstler verschiedener Medien bedienen. Manche arbeiten mit SprĂŒhdosen, andere mit Pinseln oder Malerrollen.
Grauer Beton am Halleschen Tor verschönert
Oft werden WĂ€nde oder StromkĂ€sten verschönert. Meist ist der KĂŒnstler selbst der Initiator seiner Werke, die hĂ€ufig auf kreative und anarchische Weise das eigene Umfeld selbst neu gestalten wollen. Durch die Beliebtheit dieser Kunstform werden manche KĂŒnstler auch fĂŒr Auftragsarbeiten gebucht.
Murals
Besonders beeindruckend fanden wir die riesigen Murals, die sich manchmal ĂŒber ein gesamtes Haus erstreckten. Die meisten von Ihnen sind in der Fresko Technik oder mit der SprĂŒhdose hergestellt.
Die ersten Murals wurden in Mexiko Stadt entdeckt. Sie stellten populĂ€re FĂŒhrer dar, und sollten die Geschichte fĂŒr die hauptsĂ€chlich analphabetische Bevölkerung transportieren.
Galerie Urban Nation
Auf der BĂŒlowstraĂe zog uns die Galerie Urban Nation in seinen Bann. Die Ausstellung ist sehr sehenswert und gegen eine kleine Spende zu besuchen.
Beobachtet durch die Augen an der PallasstraĂe ging es nun Richtung Gleisdreieck. Die Pfeiler der BahnbrĂŒcken waren von allen Seiten bunt bemalt und die groĂzĂŒgigen FreiflĂ€chen laden zu vielen AktivitĂ€ten ein. Hier wird Skateboard und Fahrrad gefahren.
Durch die LaubengĂ€nge gelangten wir zum Park am Gleisdreieck, ĂŒberquerten die verlassenen Gleise, betrachteten die Ăberreste des Anhalter-Bahnhofs und erwischten zur blauen Stunde das Tempodrom in einem ganz besonderen Licht.
Das neue Tempodrom
Der alte Kontrollpunkt
Am Ende besuchten wir noch den Checkpoint Charlie. Der ehemalige GrenzĂŒbergang an der Berliner Mauer war von 1961 bis 1990 der Ăbergang zwischen dem amerikanischen und dem sowjetischen Sektor. Der Kontrollpunkt wurde von den Alliierten eingerichtet, um den Angehörigen des MilitĂ€rpersonals den Ăbergang zu ermöglichen.
Am Halleschen Tor beendeten wir diese coole Wanderung, bei der wir voller Enthusiasmus nach den bunten Bildern suchten. Viel SpaĂ beim Nachwandern. Es wird bestimmt nicht die letzte Street Art Tour in Berlin gewesen sein! đ
Johannisthal. 6 km ENTDECKER Wanderung bei EISIGEN Temperaturen durch einen NATURPARK, auf den Spuren der PIONIERE der LUFTFAHRT, umrahmt von bunter KUNST aus neuer Zeit, dem HOUSE of LOVE, dem GEHEIMNIS des TRUDELNS, einer berĂŒhmten FILMKULISSE und den beiden beweglichen GLATZKĂPFEN am FORUM ADLERSHOF.
Start und Ziel: Bahnhof Johannisthal
6 km Entdecker-Runde rund um den Bahnhof Johannisthal und dem Àltesten Flughafen Berlins.
Update. Ein Jahr alt ist dieser Beitrag. Aber es gibt neues. In deinem Fernseher, dein GEZ Geld sinnvoll investiert in …đ
rbb-Johannisthal-Adlershof-Mediathek
Am 12. Dezember 2023, fast genau ein Jahr nach unserer Winterwanderung dort, sendet der rbb in der Reihe âGeheimnisvolle Orteâ die Premiere einer neu produzierten Doku ĂŒber die sehr Ă€uĂerst spannende Geschichte von Adlershof und Johannisthal, die bis heute anhĂ€lt. Viele neue Teilgeschichten und Details, die natĂŒrlich fĂŒr uns Privatwanderer auch völlig neu sind. Lesen und Sendung schauen hier: www.rbb-online.de/fernsehen/../../1856255.html
Dezember 2022. Unser eigenes VIDEO zur Stadterkundung vom Flugplatz JOHANNISTHAL und Technopark Adlershof ist lĂ€ngst fertig. Wieder ist es Ralph Bauer gelungen, die EindrĂŒcke auf dem verlassenen GelĂ€nde fokussiert einzufangen und mit den animierten Sequenzen von GOOGLE EARTH zu verknĂŒpfen.
Wolfsland in Johannisthal
Bei der Erkundung des GelĂ€ndes erkannten wir einige Orte wieder, die als Kulisse fĂŒr die Krimiserie âWOLFSLANDâ fungierten, eigentlich spielt die Serie ja in Görlitz und Umgebung đ€Ł.