Archiv der Kategorie: Street Art

Kunst am Wegesrand

Leipzig Ost: Ein Mini-Mammutmarsch zwischen Industriekultur, Transformation und Kiez-Realität

Ein Streifzug durch Sachsens kleinere Hauptstadt – von Berlingo

Wer an Leipzig denkt, hat oft das hippe Plagwitz im Westen oder die noble Südvorstadt vor Augen, vielleicht auch das „lebendige“ Connewitz.

Doch die wahre, ungeschönte Dynamik der sächsischen Metropole offenbart sich dort, wo der Putz der Gründerzeit noch bröckelt, wo monumentale Fabrikruinen auf modernste Stadtteilparks treffen und wo die Geschichte der Industrialisierung in die Postmoderne übergeht: im Leipziger Osten, hier benannt als „Leipzig Ost“.

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Wandern, Radfahren, Umschauen – Das Aktivitäten-Protokoll 2026

Weiter geht’s. Neues Jahr – neue Unterwegs-Abenteuer. Im kalten Winter beginnen wir mit Kurzstrecken zum Warmmachen. Glühwein, Handschuhe sind dabei, manchmal sind Grödel erforderlich, so eisig ist dieser Winter. Doch dann ist schon wieder Mai – und der war heiß auf Menorca!


Wie schon 2025 – auch in diesem neuen „Protokoll“ führen die Track-Links in der Tabelle zu den Aktivitäten bei Strava. Zusätzlich  Komoot Touren in 60 sec Videoclips. Jeweils mit Daten, Track im Kartenausschnitt und einigen Fotos.

  • Mein Strava-Profil hier.
  • Bei Komoot sieht es so aus.
    In den Komoot Kommentaren sind jeweils auch viele Originalfotos in Cloud-Alben verlinkt. Für die neuen #myKomoot Video Stories ist hinsichtlich der Gestaltung allein Komoot verantwortlich. Im Videoplayer kann die Qualität optimiert werden.

Rückblick: Bisherige Aktivitäten im Jahr 2025 hier auf dieser Seite


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Leipzig Ost – Neuland für die Wanderschuhe! Eure Meinung & Geheimtipps zu dieser Route gesucht!

Hallo zusammen! Ich bin ausdauernder Leipzig-Fan, habe die Stadt schon oft zu Fuß durchkreuzt – aber ein Blick auf meine bisherigen Tracks zeigt: Der Leipziger Osten ist für mich bisher noch fast ein weißer Fleck auf der Landkarte. Das soll sich in diesem Monat ändern!

Also dieses Mal kein Wanderbericht als Nachberichterstattung, sondern ein ausgeheckter Plan – gern zum Optimieren und dann auch gern zum Nachwandern.

Für eine ausgedehnte Tageswanderung (ca. 10 bis 19 Uhr, 18 km max.) habe ich mir gemeinsam mit KI-Unterstützung und der Komoot-Community eine Route zusammengestellt, die den Fokus voll auf Industriekultur, Architektur-Kontraste, DDR-Geschichte und die aktuellen grünen Oasen im Osten legt.

Hier der vorläufige Komoot-Plan: www.Komoot.com/de-de/tour/3081386478.
Ich mag Komoot eigentlich nicht, wäre da nicht der Content der Community. Auf meinem Handy läuft für die Navigation die App Mapy.cz.

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Hitzeschlacht zur Steilen Wand: Von Leipzig durchs Pleißeland nach Meerane

Es sind 30 Grad im Juni 2026. Im Schatten! Also ein perfektes, wenn auch schweißtreibendes Wetter für eine ausgedehnte Tages-Radtour, die durch Sachsen, ein Stück Thüringen und wieder zurück nach Sachsen führt.

Es ist meine ganz persönliche Friedenstour, mit einem klaren Ziel: Die legendäre Steile Wand in Meerane. Eine echte Radsport-Pilgerstätte, die man einfach mal gefahren sein muss – auch wenn diese massive Steigung für mich ohne eMTB bergauf auf keinen Fall mehr machbar wäre.

(Tipp für Nachahmer: Die genaue Route mit allen topografischen Details gibt es hier in meinem öffentlichen Komoot-Album).

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Mehr als eine „Steile Wand“: Eine architektonische Spurensuche in Meerane

„Meerane hat was!“ Dieser Satz hat sich auf meiner jüngsten Tour bei 30 Grad im Schatten mehr als bewahrheitet.

Wer sich dieser westsächsischen Kleinstadt nähert, hat meist ein ganz bestimmtes Bild vor Augen: schmale Reifen auf ratterndem Kopfsteinpflaster, verzerrte Gesichter im Kampf gegen die gnadenlose Steigung, den Mythos der Internationalen Friedensfahrt.

Doch wer den Blick nach dem Bezwingen der legendären Kuppe hebt oder die Stadt mit wachen Augen durchstreift, stellt schnell fest: Meerane ist ein offenes Geschichtsbuch der deutschen Urbanisierung.

Es erzählt von unermesslichem industriellem Reichtum, architektonischen Experimenten der klassischen Moderne, dem Charme authentischer Wohnkultur und einer mutigen, grünen Transformation für die Zukunft.

Hier ist das Porträt einer Stadt, die weit mehr zu bieten hat als sportliche Schmerzgrenzen.

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Der Phantom-Kiez in Berlins Mitte: Eine Wanderung durch die geteilte Luisenstadt

Von Berlingo

Wer in Berlin „von Ost nach West“ wandert, braucht heute keinen Pass mehr, aber ein waches Auge für die Phantomschmerzen der Stadt. Unsere Route an diesem Mai-Samstag 2026 führt durch ein Viertel, das offiziell längst von den Stadtplänen getilgt wurde und dennoch an jeder Ecke präsent ist: die Luisenstadt.

Ein Stadtteil, der aus dem Plan fiel

Die Luisenstadt ist Berlins „vergessenes“ Kind. 1802 getauft, war sie einst ein pulsierendes Viertel zwischen dem heutigen Alexanderplatz und dem Görlitzer Park. Doch die Geschichte riss tiefe Gräben – erst administrative, dann ideologische und schließlich solche aus Beton. Mit dem Mauerbau 1961 verschwand der Name fast völlig.

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Optische Signale, Lilienthal und moderne Murals: Durchs Havelland auf dem Telegraphen-Radweg

Datum der Themen-Radtour: 2. Mai 2026 | Autor: Berlingo | Strecke : Werder – Derwitz – Schenkenberg – Brandenburg/Havel – Kirchmöser (ca. 72 km) auf dem Telegraphen-Radweg. Optimiert für einen Ausflug zum Lilienthal-Fliegeberg.


Das „Internet aus Holz“: Was war die Telegraphenlinie?

Lange vor Glasfaser, 5G und Elektrizität gab es in Preußen bereits eine „Highspeed-Datenleitung“:

Station No 5 auf dem Fuchsberg nahe Werder
Station No 5 auf dem Fuchsberg nahe Werder – der Beginn dieser Themen-Radtour

Die Königlich Preußische Optische Telegraphenlinie. Zwischen 1832 und 1849 wurden hier Staatsdepeschen über eine Distanz von 588 Kilometern von Berlin nach Koblenz übermittelt – und zwar rein optisch. In Sichtweite zueinander standen 62 Stationen auf Hügeln, Kirchtürmen oder eigens errichteten Masten.

Die Telegrafisten beobachteten mit Fernrohren die Stellung der sechs beweglichen Holzflügel an der Nachbarstation und „funkten“ die codierten Nachrichten in Windeseile weiter.

Dass wir heute auf dem Telegraphen-Radweg unterwegs sind, verdanken wir der strategischen Weitsicht der preußischen Ingenieure: Da jede Station zwingend eine freie Sichtachse zur nächsten brauchte, führt die Route heute automatisch zu den schönsten Aussichtspunkten der Region und verbindet faszinierende Technikgeschichte mit erstklassigen Panorama-Blicken. Eine Bergtour im Havelland – ja, das ist möglich auf dem Telegraphen-Radweg 😃.

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Chemnitz 2026: Eine Stadt in der Rehabilitation – Mein großes Resümee

Eine Woche Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 – nach Abstand im Rückblick. Was als klassischer Reisebericht über Industriekultur und Architektur begann, entwickelte sich zu einer Reise in die Tiefe einer Stadtseele, die zwischen Stolz, Trauma und Aufbruch schwankt.

Wenn man die offiziellen Hochglanz-Broschüren des „Brückenjahres 2026“ und die bürokratischen „Legacy-Rahmenpläne“ aus dem Rathaus beiseitelegt, findet man eine Stadt, die sich in einer schmerzhaften, aber faszinierenden Rehabilitation befindet.

Das Drama hinter den Kulissen: Die Tragödie des Schauspielhauses

Brandstiftung und Bühnenverbot: Das Erbe von 1976

Einer der wohl bewegendsten Aspekte meiner Recherche ist das Schicksal des Chemnitzer Schauspiels. Es ist eine Geschichte, die fast wie ein Krimi klingt: 1976 brannte das alte Schauspielhaus unter mysteriösen Umständen fast vollständig aus – nur kurz vor der Premiere des umstrittenen Stücks „Tinka“ von Volker Braun. Brandstiftung wurde vermutet, bewiesen wurde sie nie.
Als ich mit Gemini zu dieser Geschichte in die Stasi-Akten sah, wurde mir ganz komisch.

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Von der „Bazillenröhre“ zur Urban Gallery: Chemnitz’ hellstes Geheimnis

Manche Orte tragen ihren Ruf wie eine schwere Last. In Chemnitz war dieser Ort über Jahrzehnte die rund 230 Meter lange Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof, die das Zentrum mit dem Sonnenberg verbindet. Ihr Name im Volksmund: „Bazillenröhre“. Ein Begriff, der nach Feuchtigkeit, Dunkelheit und einem Ort klang, den man nach Einbruch der Dämmerung lieber mied.

Wer die ganze Route sucht: Dieser Tunnel auf der Route der großen Stadtwanderung „3000 Garagen“ Und neu: Alternativ kannst du einige Screenshots direkt im Beitrag anklicken und entspannt durch die kleine Lightbox-Galerie klicken.

3 Millionen Euro gegen das Schmuddelimage

Doch im Zuge der Stadtentwicklung – und mit dem Rückenwind der Kulturhauptstadt 2025 – hat Chemnitz hier ein städtebauliches Ausrufezeichen gesetzt. Rund drei Millionen Euro flossen in die Sanierung des längsten Fußgängertunnels der Stadt.

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Stadtwanderung Chemnitz: Wunderbare Street-Art, Pinguine, History & Moderne

Donnerstag, 29. Mai 2025. Nach dem Regentag gestern sieht das Wetter heute wieder vielversprechend aus – und tatsächlich begleitet mich die Sonne wunderbar bis zum Abend.

Mein Plan für den heutigen Tag: Eine 11 Kilometer lange Stadtwanderung vom Zentrum durch das kreative Brühl-Viertel, vorbei an der Hochkultur des Theaterplatzes bis hinauf auf den architektonisch glänzenden Kaßberg. Die Route inklusive aller Highlights findet ihr unten auf der eingebetteten Komoot-Karte zum Nachwandern.

Wer die volle Pixel-Pracht sucht: Hier geht es zum großen, kommentierten Fotoalbum in der Cloud. Und neu: Alternativ kannst du die Bilder direkt im Beitrag anklicken und entspannt durch die Lightbox-Galerie klicken.

Der Tag beginnt wieder mit neugierigen Teleblicken aus der 12. Etage „meines“ Kongress-Hotels.
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