Schlagwort-Archive: Berlin kennenlernen

Berlin kennenlernen. Auch wir, als Zugezogene, kennen das riesige Gesamtberlin in West und Ost natürlich nicht 100pro. Vor allem in der Wintersaison sind Stadtexkursionen prima

Unterwegs History: Der etwas gruselige Schwerbelastungskörper in Tempelhof

Kürzlich bin ich unaufmerksam auf der „Radroute ab Haustür – bzi Tour 5: Eisenbahn und Landebahn“ vorbei geradelt. Was nicht so tragisch war, zu der späten Uhrzeit am Sonntagabend war dieser POI Nr. 15, der Schwerbelastungskörper, eh geschlossen.

Aber der Besuch musste nachgeholt werden. Ich kenne den sog. „Schwerbelastungskörper“ ja bereits seit Jahren – aber nur vom Hörensagen aus den Medien. Oft vorbei gerollt – aber ich war noch nie dort.

Am Dienstag, den 14. Mai 2024 habe ich also einen kurzen Ausflug dorthin geplant – verbunden mit einer für mich neuen Route über die neue Yorckbrücke Nr. 5, die ich zufällig bei der o. a. Tour von unten entdeckt hatte. Weil das Routing über darüber noch nicht funktioniert – siehe dazu auch diesen Extra-Post mit Fotos.

Genug der Vorworte – wir kommen nun zum Thema dieses Beitrages.

Ein Ort des Geschichtsparcours

Der „Informationsort Schwer­belastungs­körper“ wurde als technisches Erinnerungsmuseum im Jahr 2009 eröffnet. Als Zeugnis der nationalsozialistischen Stadtplanung für Berlin. Der Ort und seine Geschichte sind vor Ort sehr gut dokumentiert.

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Radroute ab Haustür – bzi Tour 1: „Warmes Licht und kühles Bier“

Meine vorerst letzte Fahrradroute ab Haustür erkundet industrielle Geschichte in den Bezirken Mitte, Prenzlauer Berg und Kreuzberg.

Los geht es wieder am Museum für Verkehr und Technik. Nach 25 km gelangt man hier auch wieder ins Ziel – es ist eine Rundtour.

Abbildung oben: Ausschnitt aus dem bzi Flyer.
Download-Link siehe unten.

Was das Berliner Zentrum Industriekultur verspricht

Die Fahrradroute „Warmes Licht und kühles Bier“ führt zu beeindruckenden Schauplätzen und Orten der Elektroindustrie und den überraschend vielen Brauereien auf dem Prenzlauer Berg. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Ja, das klingt durchaus spannend 😄.

Erledigt: bzi Tour 1 - Collage
Erledigt: bzi Tour 1 – Collage. – Click zum Fotoalbum in der Cloud

UPDATE. Das Fotoalbum wird gerade sortiert und getextet:
Photos.App.goo.gl/727syJGiW6NfHZJS9

Demnächst muss ich aber auch mal wieder raus aus der Stadt. Mit dem D-Ticket und dem eBike. Radtouren in der Stadt sind auch irgendwie anstrengend 😅.

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Radroute ab Haustür – bzi Tour 5: „Eisenbahn und Landebahn“

Nun habe ich also die Tour 5 „abgerundet“  – mit der Radroute „Eisenbahn und Landebahn“, so nennt das bzi, das Berliner Zentrum für Industriekultur, diese interessante Thementour über den ehemaligen Flughafen Tempelhof und das Bahngelände vom Priesterweg bis zum Gleisdreieck.

Zwischendurch liegt ein Stopp am Teltowkanal und dem schicken Tempelhofer Hafen. Der sehr gut gemachte bzi Map- und Info-Flyer ist hier.


bzi Tour 5 - Collage
bzi Tour 5 – Collage
Vorab gucken? Die Foto-Story ist fertig!
On the Road – was gab’s zu sehen und was nicht?

Berlin erkunden ab Haustür. Mit dem Rad an einem schönen Spätnachmittag im Mai nach Tempelhof-Schöneberg. Es ging am Sonntag erst um 16.30 Uhr los. So spät bin ich noch nie zu einer Tour gestartet. Aber dieser wahnsinnig schöne Himmel und die Sonne zeigten sich heute an diesem Tag halt erst so spät.

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ChatGPT kennt den Pimmel über Berlin, und der hat Moos angesetzt

Mit anderen Worten – anständig ohne „Pimmel“ die KI gefragt:

„ChatGPT-4, erzähl uns alles über das Wandkunstwerk „Friede sei mit Dir“ am Rudi-Dutschke-Haus der taz in Berlin.“

Etwas bockig in der Beantwortung – „Mein Fehler, ich kann darauf nicht antworten. Lass es uns mit einem anderen Thema versuchen.“ – konnte ich der KI dann doch noch eine wohl formulierte Geschichte entlocken:

„Das Wand-Kunstwerk „Friede sei mit Dir“ an der Fassade des alten taz-Gebäudes in der Rudi-Dutschke-Straße ist ein provokantes Relief des Bildhauers Peter Lenk. Es wurde am 15. November 2009 montiert und ist auch unter dem Namen „der Pimmel über Berlin“ bekannt¹.

Das Kunstwerk bezieht sich auf einen Rechtsstreit zwischen der taz und Kai Diekmann ⭐) , dem damaligen Chefredakteur der Bild-Zeitung, wegen einer Satire über eine missglückte Penisverlängerungsoperation¹.

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Radroute ab Haustür – bzi Tour 4: „Innovation und Eleganz“

Für mich ist das eine Radroute ab Haustür. Ich wohne in Mitte Tiergarten. Das Berliner Zentrum für Industriekultur, das „bzi“, macht bereits seit vielen Jahren tolle Projekte, die uns Berliner die Stadt näherbringen sollen. Touristen sind eher nicht die Zielgruppe.

Warum hab‘ ich von den interessanten Themen-Radtouren, Events und vor allem den ausführlichen Schriftenreihen erst mehr zufällig letztes Jahr bei der Langen Nacht der Unterwelten erfahren? Gut, dass ich damals im Fichtebunker den halben Infotisch einsacken konnte🤣.

Das bzi offeriert in Zusammenarbeit mit der HTW – der Hochschule für Technik und Wirtschaft – einen mächtigen Output an perfekt gestalteten Informationen, die darauf schließen lassen, dass hier ein engagiertes Team am Werk ist. Schwerpunkt sind tatsächlich auch viele gedruckte Publikationen, wie Broschüren, Flyer, Karten, auch Bücher und Sammelmappen. Vorbildlich: die kostenlosen Titel gibt es im Download.

Schon die eindrucksvolle Webseite gibt einen sehr guten Eindruck: www.Industriekultur.berlin.
Ein zentrales Element der Webseite ist eine interaktive Karte mit den Berliner Standorte der Industriekultur auf einen Blick. Da lässt sich herrlich herumklicken – wenn man themenaffin und neugierig ist.

Mit fällt besonders auf, dass auf perfekte, offensichtlich professionelle Industriefotografie Wert gelegt wird. In allen Darstellungen. Da kommt selbst eine ambitionierte iPhone-Fotografie nicht mit.


Ich empfehle Stadttouren, die im Berliner Straßenverkehr entlang routen, unbedingt das Wochenende, am besten einen frühen Sonntag. Nachmittags können schon mal Spaziergänger das Fortkommen erschweren.

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Kiez für Kiez – Die Lilienthal „Burgen“ in der Villenkolonie Lichterfelde West und der Mäusebunker

Mittwoch, 13. März 2024. Kiez-Spazierwanderung in der ältesten und vielleicht verwunschensten Villenkolonie Berlins – in Lichterfelde-West. Hier hat Otto Lilienthals Bruder und Architekt Gustav Lilienthal ausgefallene, architektonische Ideen verwirklicht, die er aus England mitbrachte.

Die 30 burgartigen Häuser, von denen noch 22 existieren, waren durchaus nicht als Luxusvillen gedacht. Lilienthal hatte auch sozialreformerische Ansichten, baute sozusagen preiswerte Familieneigenheime ohne Stuck, Glanz und Repräsentationsräume. Das war zwischen 1887 und 1900.

Der neue Vorort wurde allerdings bereits 1865 vom Bauunternehmer Johann Anton Wilhelm von Carstenn gegründet, der repräsentatives Wohnen im Grünen ermöglichen wollte. Auch Berlin war schon immer eine Stadt der Arm-Reich-Kontraste.

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Unterwegs am und im Tacheles 2024

Ein neues Stadtquartier zwischen Oranienburger und Friedrichstraße ist entstanden. Es nennt sich „Am Tacheles“.

Ich erinnere mich noch gut, als ich in den 90er Jahren noch so dumm war, hier mit meinem Auto rumzukurven, um beim Besuch der Kalkscheune oder des Tacheles das Blech auf dem riesigen, auch als bald privatisierten großen, staubigen Parkplatz abzustellen. Für mich war das Fahrrad noch nicht erfunden🤣.

Das Tacheles von hinten war ein Anblick wie in eine offene Wunde. Nur der vordere Teil des ehemaligen Kaufhauses war als Bombenruine stehen geblieben.

Die Investoren waren so schlau, den Namen und die Berühmtheit des ehemals von Künstlern besetzten Hauses für ihren kommerziellen Neuaufbau zu nutzen.

Am ersten Dienstag im März 2024 waren wir dort, das neue Ausstellungsprojekt „Fotografiska“ hatte den Eintritt frei.

Tacheles Verticals Collage
Tacheles Verticals Collage – Click zum Cloud Fotoalbum

Es gibt ein öffentliches kleines Fotoalbum von unserem Besuch hier in der Cloud: „Fotografiska im ehemaligen Tacheles – Austellungen for free every 1st Tuesday in a Month“.

Fotografiska zog in alle Etagen des Tacheles ein. Drei Ausstellungsetagen, Edelrestaurants, eine Bäckerei, ein Café, ein Museumsshop und mehr – ein sogenannter Ankermieter des alten Gebäudes, das vor allem von außen seinen Charakter bewahrt hat.

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Ab ins B! geht los – Berliner Industriekultur am Stadtrand entdecken

Das „bzi“, das Berliner Zentrum Industriekultur, veranstaltet unter dem Titel „Ab ins B!“ zum zweiten Mal jetzt im Frühling 2024 die Entdeckertage für Entdecker an.

Das „B“ steht für die gleichnamige Tarifzone der BVG.

Kompass Rose
Das umfangreiche Programm ist inzwischen freigeschaltet, man kann Voranmeldungen machen. Für die Radtouren habe ich Direktlinks eingebaut. Siehe unten.

Die Entdeckertage sind ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderungen von zehn Berliner Bezirksämtern.

Die kostenlos geführten Radtouren richten sich an Menschen mit Fahrrad, klar, denn die Entfernungen zu den interessanten Zielen sind nicht gerade fußläufig.

Die Aktion „Ab ins B! – Entdeckertage außerhalb des S-Bahnrings“ findet vom 30. März bis 14. April 2024 statt und richtet sich an alle Neugierigen, die in Berlin wohnen oder die Stadt besuchen. Zwischen S-Bahnring und Stadtgrenze gilt also das VBB Tarifgebiet B, Fahrradtickets für die Anreise von Vorteil, besser einfach auf dem Rad zum Treffpunkt, klar.


ikb Touren Downloads
ikb Touren Downloads

❎ Die geführten Radtouren sind inzwischen ausgebucht, es gibt Wartelisten. Aber man kann in Eigenregie und mit Komoot-Hilfe (5 Routen Collection) auch individuell losziehen, alles Material gibt’s als Download oder per Post auf Papier.
Die Touren auch in der Innenstadt sind 20 bis 25 km lang. Siehe auf der Seite
www.Industriekultur.berlin/../fahrradrouten


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Fotobericht: Stadterkundung Experimentierfeld Adlershof

An einem ruhigen Sonntag Ende Februar 2024 sind wir unterwegs auf einer Stadterkundung im klügsten Kiez der Stadt, in Adlershof.

Das „Alte Adlershof“ befindet sich nördlich der S-Bahn und der Ausfallstraße Adlergestell, die neu aufgebaute und immer noch wachsende  Wissenschaftsstadt südlich davon. Es sind sehr gegensätzliche Stadtteile. Letztere heute am Sonntag gespenstisch menschenleer.

Abschließend spazierwanderten wir über das ehemalige Flugfeld Johannisthal, das heute ein Landschaftspark ist – mit fortschreitender Randbebauung.

Dieser „Wanderbericht“ ist nun vollständig … am Ende des Beitrages habe ich eine interessante TV-Doku angefügt.

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Freitag, 2. Februar 2024. Wir schauen uns Pankow City genauer an

Nach dem am 19. Januar 2024 unser Heimatsender rbb mit einer neuen Berlin Doku um die Ecke kam und „30x aufregende Dinge in Pankow“ empfahl, haben wir uns tatsächlich veranlasst gefühlt, hier einmal vorbeizuschauen.

Der heutige Verwaltungsbezirk Pankow umfasst 13 Ortsteile und ist nach Treptow-Köpenick der zweitgrößte. Da diese künstliche Zusammenlegung für uns Berliner eigentlich unerheblich ist, haben wir eine Stadtwanderroute durch den alten, historisch bedeutenden Stadtteil Pankow, wir nennen es hier „Pankow City“, geplant.

An diesem Freitagmittag starteten wir am Start U/S Bahnhof Pankow. Zwar blieb der angedeutete Regen aus, aber es war kalt, etwas windig und die Sonne ließ sich leider keine Minute blicken. Der Himmel war nur einheitlich grau, alles insgesamt keine guten Voraussetzungen für „aufregende“ Fotos der Stadt. Jedenfalls wurden die Fotos farblich etwas eintönig. Ich mag eigentlich weiß-blauen Himmel.

Hier vorausgeschickt sei, was mir als Erstbesucher schon in der ersten halben Stunde auffiel, Pankow ist sehr „sauber“, es gibt keine Grafitti-Flut an allen Ecken und Flächen. Dafür viele kleinere aber auch größere Kunstobjekte im Straßenraum, Denkmal, Statuen von Pankower Persönlichkeiten. Und aber auch Zäune, Zäune, Zäune. Bauzäune, Grundstückszäune, Sicherheitstechnik vor allem auf den „reichen“ Grundstücke wie im Majakowskiring.

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