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Lost Places Bernau, historische Orte erwachen zu neuem Leben

LETZTE ÄNDERUNG am Donnerstag 4. Mai 2023 14:31 durch Berlingo


Diese 17,4 km lange Strecke um Bernau herum hatte es echt in sich. Schon nach dem ersten Teilziel war ich so geflasht, das es mir die Sprache verschlug. Aus diesem Grund gibt es diesmal mehrere Teile. Im ersten Teil nun geht es um das riesige, ehemalige Heeresbekleidungsamt Bernau.

Wir starteten am Bahnhof und liefen an den Gleisen entlang Richtung ehemaliges Heeresbekleidungsamt Bernau. Auf einer weiten Fläche standen diese imposanten Gebäude auf einem weiten Gelände direkt an der Schwanebecker Chaussee.

Schon beim Betreten bemerkten wir viel Aktivität auf dem Gelände. Männer mit Spaten bewaffnet zogen zielstrebig an uns vorbei, während wir uns die alten Gebäude von innen ansahen.

Lost Place Bernau, Heeresbekleidungsamt
Lost Place Bernau, Heeresbekleidungsamt

Überall  Street Art, eins schöner als das andere. Einfach faszinierend. Hierzu gibt es auch eine EXTRA-GALERIE … siehe unten! 🥰

Lost Bernau
Lost Bernau, Street Art in den Innenräumen des Heeresbekleidungsamtes

History

Das Nebenlager des Heeresbekleidungsamt wurde in der Zeit zwischen 1939 bis 1942 erbaut und wurde bis 1945 von der Wehrmacht zur Herstellung und Lagerung von Uniformen und Armeezubehör genutzt. Rund 1.300 Mitarbeiter arbeiteten und lebten auf dem Gelände.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges übernahmen die Gruppe der sowjetischen Streitkräfte das Gelände (GSSD). Es fungierte als zentrales Nachschub- und Versorgungsdepot der sowjetischen Streitkräfte und wurde zur Lagerung von Armee-Bekleidung, Zubehör und Ersatzteilen genutzt. Es gab eine Wäscherei sowie eine Näherei, Hunderte von Panzern standen auf dem Gelände und warteten auf ihren Einsatz.

Die Schatzsucher

Lost Place Bernau
Lost Place Bernau, Schatzsucher buddeln

Als wir so durch das Gelände streiften, entdeckten wir dann auch die Männer mit den Spaten wieder. Sie buddelten die Erde um und siebten den Sand. Wir kamen mit ihnen ins Gespräch und sie berichteten, das sie nach Devotionalien suchen, die am Ende der Nazizeit dort vergruben wurden. Sie fanden Knöpfe und Tressen von Uniformen, die im Museum in Wünsdorf ausgestellt werden sollen, moderne Schatzsucher.

An den Wochenenden kommen ganze Familien auf das Gelände und graben in der alten Erde. Ihre Motivation ist aber sicherlich auch das Finden eines Schatzes, der zur Nazizeit dort vergraben worden sein soll. GESCHICHTEN? 😉

The Future

Und sie beeilen sich, denn überall auf dem Gelände kann man sehen, das die Vorbereitungen zum Entkernen der Gebäude in vollem Gang sind. Bald wird es hier so aussehen wie auf einem anderen Gelände, dass wir am Ende der Wanderung besuchten, denn dieses Areal wurde von einem Investor gekauft und soll nun zu Wohnungen umgebaut werden. Wir entdeckten Baumaterialien und ein paar Container am Südteil des Geländes.

Youtube Clip ist fertig

Als wir das Gelände verließen war mein Kopf voll von den vielen Eindrücken, die ich schon in diesem ersten Teil gesehen hatte. Und ein bisschen Stolz war ich auch, denn das ist meine erste Lost Place Wanderung, die ich selbst geplant habe. Und ich muss zugeben, nicht besonders detailliert, so dass ich mich selbst überrascht hab. 😁

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Hashtag #MyKomootStory … und das war erst der Anfang, …

Nun hier noch ein weiteres Dutzend Großbilder … sowie eine weitere Street Art Galerie … :

Street Art Bernau - Mai 2021
210508_Street_Art_Bernau-001
Street Art in einem riesigen Lost Place in Bernau bei Berlin
« von 25 »

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