Archiv der Kategorie: Sachsen

Leipzig: Der „schönste Zoo Deutschlands“? Ein März-Check zwischen Dschungel-Dampf und Savannen-Sonne

Von Berlingo

Pünktliche Bahn, strahlender Sonnenschein und nur 15 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof-Westausgang: Der Trip zum Zoo Leipzig beginnt mit einem logistischen Volltreffer. Aber hält der Zoo auch das Versprechen, der „schönste Deutschlands“ zu sein? Ich habe den Check gemacht – vom Business-Zentrum bis tief in den Gondwana-Urwald.

Ankunft: Architektur trifft Business

Schon der Weg ist Teil der Inszenierung. Vorbei am Löhrs Carré und der Sparkassen-Zentrale überqueren wir die Parthe. Dann steht man vor diesem markanten Kontrast am Eingang: Die historische Kongresshalle auf der einen Seite, das preisgekrönte Parkhaus mit Bambus-Fassade auf der anderen. Ein echtes Statement für eine Stadt, die Moderne und Tradition gern zusammenbringt.

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Chemnitz 2026: Eine Stadt in der Rehabilitation – Mein großes Resümee

Eine Woche Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 – nach Abstand im Rückblick. Was als klassischer Reisebericht über Industriekultur und Architektur begann, entwickelte sich zu einer Reise in die Tiefe einer Stadtseele, die zwischen Stolz, Trauma und Aufbruch schwankt.

Wenn man die offiziellen Hochglanz-Broschüren des „Brückenjahres 2026“ und die bürokratischen „Legacy-Rahmenpläne“ aus dem Rathaus beiseitelegt, findet man eine Stadt, die sich in einer schmerzhaften, aber faszinierenden Rehabilitation befindet.

Das Drama hinter den Kulissen: Die Tragödie des Schauspielhauses

Brandstiftung und Bühnenverbot: Das Erbe von 1976

Einer der wohl bewegendsten Aspekte meiner Recherche ist das Schicksal des Chemnitzer Schauspiels. Es ist eine Geschichte, die fast wie ein Krimi klingt: 1976 brannte das alte Schauspielhaus unter mysteriösen Umständen fast vollständig aus – nur kurz vor der Premiere des umstrittenen Stücks „Tinka“ von Volker Braun. Brandstiftung wurde vermutet, bewiesen wurde sie nie.
Als ich mit Gemini zu dieser Geschichte in die Stasi-Akten sah, wurde mir ganz komisch.

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Chemnitz zwischen Schloss, Strand und Lost Places: Das große Finale (Tag 5)

Freitag, der 30. Mai 2025 markiert den Endspurt meiner Reise durch die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Ein lachendes und ein weinendes Auge begleiten mich heute: Kaiserwetter über Sachsen, aber auch der Abschied steht bevor.

Da das Hutfestival die Stadt flutet, war an eine Buchungsverlängerung im Kongresshotel nicht zu denken. Also: Gepäck an die Rezeption und ab auf die „Große Acht“ – eine Tour, die mich einmal nach Norden zum Schloss und einmal tief in den industriellen Süden führen wird.

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Der Norden: Bronze-Kunst und industrielle Rätsel

Mein Weg führt mich zuerst zum ehrwürdigen Stadtbad. Ein Prachtbau, der nicht nur Badelustige anzieht. In der Eingangshalle stößt man auf ein faszinierendes Metallgebilde.

Chemnitz 2025 ist nicht nur eine Reise, sondern auch eine Rückkehr zu den Wurzeln der Stadt.

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Chemnitz wechselhaft: Industriekultur, US-Träume und ein böhmischer Geburtstag

Der 28. Mai 2025 zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Statt einer langen Wanderung steht heute das Industriemuseum Chemnitz im Fokus meiner Reise durch die Kulturhauptstadt. Ein passender Rahmen, denn es gibt heute auch einen Geburtstag zu feiern…

Das Gedächtnis der Stadt: Das Industriemuseum

Schon der Weg dorthin ist Chemnitz pur. Auf dem Weg zur Tramlinie 1 grüßt der „Nischel“ – das monumentale Karl-Marx-Monument – durch den Regenschleier.

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Nur zehn Minuten Fahrt später stehe ich vor der gewaltigen, ehemaligen Gießereihalle an der Zwickauer Straße. Für 10 Euro Eintritt betritt man hier nicht nur ein Gebäude, sondern das schlagende Herz der sächsischen Industriegeschichte. Chemnitz wechselhaft: Industriekultur, US-Träume und ein böhmischer Geburtstag weiterlesen

Von der „Bazillenröhre“ zur Urban Gallery: Chemnitz’ hellstes Geheimnis

Manche Orte tragen ihren Ruf wie eine schwere Last. In Chemnitz war dieser Ort über Jahrzehnte die rund 230 Meter lange Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof, die das Zentrum mit dem Sonnenberg verbindet. Ihr Name im Volksmund: „Bazillenröhre“. Ein Begriff, der nach Feuchtigkeit, Dunkelheit und einem Ort klang, den man nach Einbruch der Dämmerung lieber mied.

Wer die ganze Route sucht: Dieser Tunnel auf der Route der großen Stadtwanderung „3000 Garagen“ Und neu: Alternativ kannst du einige Screenshots direkt im Beitrag anklicken und entspannt durch die kleine Lightbox-Galerie klicken.

3 Millionen Euro gegen das Schmuddelimage

Doch im Zuge der Stadtentwicklung – und mit dem Rückenwind der Kulturhauptstadt 2025 – hat Chemnitz hier ein städtebauliches Ausrufezeichen gesetzt. Rund drei Millionen Euro flossen in die Sanierung des längsten Fußgängertunnels der Stadt.

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Chemnitz Tag 1: Zwischen Bronzegiganten, Zylindern und Industriekultur

Der Weg in die ehemalige Kulturhauptstadt 2025 beginnt mit einer Lektion in Entschleunigung. Mit dem D-Ticket geht es im RE17 und der RB 45 über Elsterwerda nach Chemnitz.

Wer hier am Hauptbahnhof aussteigt, betritt eine Stadt, deren Architektur wie ein offenes Geschichtsbuch wirkt – man muss nur wissen, wie man die Seiten liest.

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Der Philosoph mit Zylinder: Surrealer Empfang am „Nischel“

Vom Bahnhof führt der Weg direkt in die monumentale Brückenstraße. Hier steht er, der „Nischel“: die über 40 Tonnen schwere Bronzebüste von Karl Marx. Ein Geschenk der UdSSR aus dem Jahr 1971.

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Stadtwanderung Chemnitz: Wunderbare Street-Art, Pinguine, History & Moderne

Donnerstag, 29. Mai 2025. Nach dem Regentag gestern sieht das Wetter heute wieder vielversprechend aus – und tatsächlich begleitet mich die Sonne wunderbar bis zum Abend.

Mein Plan für den heutigen Tag: Eine 11 Kilometer lange Stadtwanderung vom Zentrum durch das kreative Brühl-Viertel, vorbei an der Hochkultur des Theaterplatzes bis hinauf auf den architektonisch glänzenden Kaßberg. Die Route inklusive aller Highlights findet ihr unten auf der eingebetteten Komoot-Karte zum Nachwandern.

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Der Tag beginnt wieder mit neugierigen Teleblicken aus der 12. Etage „meines“ Kongress-Hotels.
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3000 Garagen in Chemnitz: Entdeckungstour durch die heimlichen Wohnzimmer

Chemnitz war erfolgreich die Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2025. Doch wer bei diesem Titel nur an Opernhäuser und Museen dachte, machte die Rechnung ohne den rauen, ehrlichen Charme dieser Stadt. Eines der zentralen Flagship-Projekte hieß schlicht und ergreifend: #3000Garagen.

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Warum ausgerechnet Garagen?

In Ostdeutschland, und speziell in Chemnitz mit seinen rund 30.000 Exemplaren, sind das eben keine simplen Abstellkammern für Autos. Zu DDR-Zeiten, als Wohnraum knapp und Material Mangelware war, wurden diese Höfe in Eigenleistung hochgezogen.

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Via Imperii. Check: Auf dem Jakobsweg von Frankfurt/Oder nach Leipzig

Mit Frankfurt ist hier natürlich Frankfurt an der Oder (FFO) gemeint. Der offizielle Weg dieser Etappe des Jakobsweges ist mit 240 Kilometern durchaus lang, die Zeit ist kurz und der Weg kann anstrengend langweilig sein, so meine Erfahrungen.

Update dieses Beitrags nach fünf teils sehr anstrengenden Tagen auf diesem Offroad-Trip als „Bike & Hike Konzept“ (Mo 23. bis Fr 27. Juni 2025). Der Reisekurzbericht ist erst einmal fertig:

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Stadtwanderung – Leipzig Grand Route – Die Schlussetappe

Meine mit Hilfe der Komoot-Gemeinde individuell zusammengeklickte Route durch Leipzig ist etwa 50 km lang.
Drei Etappen wurden daraus. Zu Fuß – ohne ÖPNV-Nutzung, ohne Rad und ohne Roller.

Am letzten Montag im August 2024 beendeten wir die „Grand Route“ mit der dritten Etappe vom Bahnhof Markkleeberg im Süden durch Parks und ein lebendiges Leipzig-Süd bis zurück zum Hauptbahnhof.

Gastronomisches Highlight: Das leckere Gose Bier in der Brauerei „Schalterhalle“ mit Restaurant und Biergarten im ehemaligen Bayrischen (!) Bahnhof🤪. Und sie haben dort sogar montags geöffnet.

Das Fotoalbum dieser Stadterkundung ist inzwischen getextet. Der ausführlichere Bericht hier im Anschluss.

Klick hier zu den ausgewählten, großen Originalfotos:

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