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Von einer HAVELRUNDE am HEILIGEN ABEND 2020, MUT und AUSDAUER, einem KATZENUMZUG und FORTSCHRITTEN in der GENESUNG.
Heiligabend 2020
Ich musste viel an den Heiligen Abend 2020 denken, den ich zusammen mit meinem Sohn verbrachte. Wir saĂen unter meinem Ă€uĂerst kreativen Leiter-Weihnachtsbaum, aĂen zusammen Ente mit Rotkohl, machten eine kleine Havelrunde und konnten dabei einem Weihnachtskonzert an der Promenade lauschen. Das war ein echt schöner Heiliger Abend. Ich denke noch gern daran zurĂŒck. đ
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Aktuelles aus der Klinik
Viele Reaktionen sind auf meine ersten Posts eingegangen und ich chatte jede Menge. Das tut mir so gut, danke euch allen, es hilft die Einsamkeit zu besiegen. Das Leben ist nicht immer ein gerader Weg mit einem festen Ziel. Es entwickelt sich, schlĂ€gt Haken und manchmal muss man auch ein StĂŒck zurĂŒck. Jeder einzelne von uns besteht aus so vielen Fassetten und erst das Betrachten der Person als Ganzes enthĂŒllt den tollen Menschen dahinter. Das ist jedenfalls meine Ăberzeugung.
BeweggrĂŒnde, BegeisterungsfĂ€higkeit, die Ăberwindung von SchicksalsschlĂ€gen, Mut und Ausdauer, das sind die Eigenschaften, die uns antreiben ungeahnte Ressourcen, die in uns allen schlummern, zu wecken und sie zu nutzen, um neue Weg-Möglichkeiten zu denken und zu gestalten.
Der eine sehr offen und freimĂŒtig, der andere zurĂŒckhaltend und diskret. Ich bin der Meinung, dass jede Herangehensweise richtig ist. Jeder wie er mag, wertvoll und einzigartig.
Weihnachten allein, auf jeden Fall anders als gedacht
Weihnachten allein im Krankenhaus, Besuchsverbot, war jetzt ja nicht mein 1. Wunsch, der mir da so einfiel.
KatzenglĂŒck

In der Zwischenzeit hat mein Freund Peter meine Katze „ping“ aus meiner Wohnung befreit. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Seit ich wandere ist sie einfach zu viel allein. Und in dieser Situation weiĂ ich ja noch gar nicht was kommt.
Manchmal, wenn ich zu viel unterwegs bin, will sie gar nicht mehr fressen. Und wenn ich dann nach Hause komme, lÀsst sie mich nicht mehr aus den Augen, die treue Seele.
KatzenĂŒberraschung
Nun, dieses Weihnachten wird auch fĂŒr sie anders werden. Sie wohnt jetzt erstmal in einem HĂ€uschen mit Garten, Hund und noch einer Besuchskatze. Das ist sicherlich sehr aufregend fĂŒr sie. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es ihr gefĂ€llt, endlich wieder Leben in der Bude.
Auf dem Foto wirkt sie allerdings etwas geschafft, na ja so ein Umzug ist ja auch kein Spaziergang. Sie muss sich ja erstmal zurechtfinden.
Fortschritte der Genesung
Nach einer kurzen Nacht wachte ich gut ausgeruht in meinem Krankenhausbett auf. Meine nette Zimmernachbarin schlief noch und so setzte ich mich leise auf und fing an ins Handy zu tippen.
Die Zeilen schossen nur so aus mir heraus. Das Gedachte und Sortierte der Nacht wollte unbedingt geschrieben werden.
Motivation
Der gestrige Tag brachte viele neue Erkenntnisse ĂŒber neue Methoden in Bezug auf die COPD. Aber nicht das allein hat mich super motiviert, sondern die Ărzte und Schwestern an sich, in diesem Krankenhaus.
Fast alle strahlen eine ruhige Gelassenheit aus, die sich voll auf die Patienten auswirkt, sie entspannt. Auch wenn eine Frage 3-mal gestellt wird, und die Zeit sicher knapp ist, lĂ€uft hier augenscheinlich alles supi entspannt. Ein riesiges Lob an alle Ărzte, Schwestern, Pfleger, Azubis und alle anderen der Station 27 des Westend-Krankenhauses, in der ich hier gerade bin.
UnbegrĂŒndete Angst
Ich hatte gestern noch groĂe Angst den Sauerstoff abzumachen. Wenn man diese Todesangst des Erstickens noch ganz nah fĂŒhlt, bremst diese Erfahrung die Genesung ungemein, weil man sich nicht so recht traut und denkt, gleich kommt sie zurĂŒck, diese beĂ€ngstigende Enge in der Lunge.
AuĂerdem ist es ja auch nicht schön zuzugeben, dass man sich was nicht traut, ein bisschen peinlich ist es auch. Jeder möchte gern immer stark sein, aber die RealitĂ€t sieht anders aus, weiĂ jeder, spricht man nur nicht darĂŒber.
Aber der tolle Zuspruch aus dem Krankenhausumfeld gibt mir Mut erste Schritte zu wagen.

So gegen 17. 00 Uhr kam dann der Schnee, wie versprochen, die Wolkenwand schluckte die HĂ€userreihen zu meinen FĂŒĂen nach und nach und ĂŒberall entstand Puderzuckerschnee, GerĂ€usche gedĂ€mpft und eine gewisse Ruhe umspannte mein Sichtfeld und mich, zauberhaft.
Den Track habe ich leider zum dem Zeitpunkt noch nicht aufgenommen, ich mache einfach einen aus 2021 darunter, denn Havelrunde ist Havelrunde đ
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