Strausberg. Von verwunschenen und weiten Seen, einer FĂ€hre, WĂ€ldern der Ruhe, einer alten MĂŒhle und dem schönsten FlieĂ, das ich je sah und von Freundschaft … â€
Die kleene Wandergruppe startete gegen 11.O0 Uhr in Strausberg zu einer 18.7 km Wandertour in Richtung Strausberg Nord. Wir hatten uns die Seen ausgeguckt und wanderten von einem zum anderen durch Moore, TĂ€ler und WĂ€lder.
Der Bötzsee
Wir gingen nördlich aus der Strausberger Vorstadt heraus in Richtung Postbruch und Bötzsee, der wunderschön gelegen und auf kleinen Wanderpfaden zu entdecken war. Allerdings war es da schon ziemlich voll und wir sehnten uns nach der Einsamkeit des Waldes.
Ab Bahnhof Brieselang aufgebrochen zu einer ca. 12 km Tour durch den Lichterwald, wie dieses Gebiet von den Einheimischen genannt wird, denn hier sollen sich des nachts Lichter in den WĂ€ldern zeigen. đČ
Aber wir, das heiĂt die Wanderfreundin Ines und ich hatten einen anderen Plan heute. Der quadratisch angeordnete Brieselangwald hatte mich dazu inspiriert mal ein „C“ zu laufen. đ€Ł
11,6 km Wanderung durch die Stadt der Optik, ein Fest der Sinne. Von blĂŒhenden GĂ€rten, KirschblĂŒten, optischen Verwirrungen, Regenschauern im Haus, einem BarfuĂweg, einem Bismarckturm, unendlich vielen Stufen und fantastischen Ausblicken.
Beginnend am Bahnhof standen wir auf dem Vorplatz sofort vor dem Denkmal fĂŒr den Prediger Joh. Heinr. Aug. Dunker, dem BegrĂŒnder der optischen Industrie, der 1767 bis 1843 lebte und Rathenow als Stadt der Optik begrĂŒndete.
Rechts neben dem Bahnhof steht ein alter Wasserturm, der ca. 1880 – 1900 entstand. Er wirkte sehr vernachlĂ€ssigt, dabei könnte man ihn sicherlich schön herausputzen.
19,5 km mit Modenschau und Lost Place Entdeckung in der grĂŒnen Hölle des Biesenthals.
Wir starten am Bahnhof Biesenthal, ein StĂŒck an den Bahnschienen lang und dann ab in einen wunderschönen Wald, (gelber Strich Rundweg Biesenthal).
Alles war so herrlich grĂŒn, und saftig. Wir MĂ€dels hatten mal wieder nicht gefrĂŒhstĂŒckt und so benötigten wir bald eine kleine Pause zur StĂ€rkung. Auch fĂŒr die folgende Modenschau …
Lost Places auf dem Weg zu neuer Nutzung. 17,4 km Geschichte und Geschichten aus Bernau und Umgebung. Der zweite Teil einer historischen Wanderung.
Raus aus der Stadt
Nach der Besichtigung des Bekleidungsamts wechselten wir die StraĂenseite und tauchte dann in eine Landschaft von offenen Feldern und Wiesen ein und das bei herrlichem Sonnenschein. Auf einer kleinen Bank inmitten dieser Idylle machten wir eine Rast und beobachteten das Wolkenspiel.
Diese 17,4 km lange Strecke um Bernau herum hatte es echt in sich. Schon nach dem ersten Teilziel war ich so geflasht, das es mir die Sprache verschlug. Aus diesem Grund gibt es diesmal mehrere Teile. Im ersten Teil nun geht es um das riesige, ehemalige Heeresbekleidungsamt Bernau.
Wir starteten am Bahnhof und liefen an den Gleisen entlang Richtung ehemaliges Heeresbekleidungsamt Bernau. Auf einer weiten FlÀche standen diese imposanten GebÀude auf einem weiten GelÀnde direkt an der Schwanebecker Chaussee.
18 km Spreewald. – Wanderung von LĂŒbbenau nach LĂŒbben, mit Kunst im Gurkenviertel und vielen privaten GĂ€rten, mit schnurgeraden KanĂ€len, unzĂ€hligen kleinen BrĂŒcken, einer eiszeitlichen Ansiedlung, einem komischen Summen und merkwĂŒrdig rostroten BĂ€umen.
Ich bin mit Wanderfreund Uwe gemĂŒtlich gegen 12.00 Uhr in LĂŒbbenau zu einer Wanderung durch den Spreewald gestartet. Eigentlich wollte unsere Wanderfreundin Ines noch mitkommen, doch sie ist leider krank, ⊠aber eine kleine Ăberraschung hatten wir trotzdem fĂŒr sie.
The Beginning
Das Wetter war durchwachsen angesagt, aber als wir durch LĂŒbbenau gingen mussten wir bald unsere Jacken ausziehen, denn es war herrlich warm und sonnig.
„Little Prypjat“ – die verlassene Geisterstadt: Von Schweinchen und dem bösen Wolf, Hangars und Flugbahnen, Kiefern- und BirkenwĂ€ldern, einer Erinnerung an Tschernobyl und einem einsamen Tropical Island, von Bunkern und Hangars, farbenprĂ€chtige Street-Art und RĂŒlpsi.Â
Da ich das riesige GlĂŒck hatte, bei dieser Wanderung besonders viele Street-Art-Kunstwerke bewundern zu können, gibt es eine Extra-Art Galerie am Ende dieses Beitrages. Ebenfalls dort nun auch ein Video âŠ
Ralph und ich landeten am Bahnhof Brand Tropical Island und auĂer uns sind nur zwei Radfahrer ausgestiegen. Wetter so lala …
Erstmal gings eine Weile ĂŒber Asphalt, an der StraĂe auch noch, aber was ich dann zu sehen bekam, hat mir fast die Sprache verschlagen.đČ
Die zwei kleinen Schweinchen
Wir gingen durch schroffes GelĂ€nde mit vielen hohen Kiefern, hin und wieder begegnete uns ein gröĂerer Busch âŠ
Wir starteten am Bahnhof WĂŒnsdorf, am Wege wieder etwas Kunst, und begaben uns in sĂŒdöstlicher Richtung auf den Wald zu. Auch von dieser Seite war die Verbotene Stadt gut abgeriegelt.
Begegnungen mit riesigen SchieĂanlagen und kleinen GefechtshĂ€uschen, einem verwunschenen See und einer weiten SandwĂŒste, einem hochgelegener Gefechtsstand mit tiefen Einblicken, mehreren leergerĂ€umten ElektrohĂ€uschen und Kabeln, die plötzlich aus dem Boden sprieĂen, einem Eier-Strauch und einem ungewöhnlichen Puzzle mitten im Wald. FĂŒr die gute Laune sorgte diesmal eine stĂ€ndig quasselnde Lady-Komoot. đ€Łđ€Łđ€Ł
Mit Fotos und mehr Fotos im Album am Ende dieses Berichtes. Zwischendurch testen wir Navigations-Apps.
The Beginning
Waldstadtkunst WĂŒnsdorf am Wegesrand
Betonzaun um die Verbotene Stadt
Hin und wieder konnte man durch den Betonzaun einen Blick auf entzĂŒckende kleine russische HĂ€uschen inmitten einer erwachenden Waldlandschaft erhaschen. Ein Teil der Strecke verlief auf dem 66-Seen-Wanderweg.
Navi-App-Test, why ⊠?
Wir lieĂen gleichzeitig mehrere Navi-Apps diese Tour aufzeichnen, da wir testen wollten, ob sie die gleiche Kilometermessung aufweisen, wie sie funktionieren, und wie die Navigation per Sprachanweisung den Wanderer durch das GelĂ€nde fĂŒhrt. Diese Funktion hatte ich auf der Mapy-App schon einmal ausprobiert,… fĂŒr mich ein Desaster in meinen Navi-AnfĂ€ngen. đźđ
FĂŒr diesen Test sind wir eine Komoot-Tour nachgelaufen, haben sie aber wĂ€hrend der Wanderung eigenmĂ€chtig verĂ€ndert. Das war sehr lustig, denn Lady-Komoot quatschte uns sodann in jede Videoaufnahme, die dann folgte. FĂŒr die gute Laune bei dieser Wanderung war also gesorgt.đ
Spring Feelings
Wald, das Erwachen des FrĂŒhlings
Vor 14 Tagen waren wir schon mal hier, ⊠was fĂŒr eine VerĂ€nderung, ĂŒberall sprieĂt das frische GrĂŒn zwischen den vertrockneten Halmen hervor und auch ein paar BlĂŒten konnten wir hier und da erblicken. Dieser Wald steckt mit seinen vielen kleinen Geheimnissen so voller Spannung.
Was auffiel, ⊠in diesem Teil des Waldes haben wir wesentlich weniger MĂŒllecken gefunden als im nördlichen Teil, dafĂŒr gab es mehr Bunker ⊠đ
WĂŒsten-Break
An unserem ersten Pausen-Break hatten wir einen herrlichen Blick auf eine SandwĂŒste mit spĂ€rlicher Vegetation an den RĂ€ndern, die dann ich den Wald ĂŒbergingen, ein herrlich weiter Blick auch auf den Wolken-Sonne-Mix ĂŒber unseren Köpfen.
Pause am Rande der WĂŒstenregion
Wir stÀrkten uns mit Kaffee und Kuchen und setzten dann unseren Weg fort.
Waldweg im Schein der untergehenden Sonne
Der Weg war dieses mal anstrengend zu Gehen, der Boden sehr uneben, weich und wabbelig. Kein Wunder, wenn man mitten durch den Wald watschelt.đ Die Sonne lieĂ sich auch ab und zu blicken, und das war gut so, denn richtig warm war es dieses Wochenende nicht.
Secret Hills
Flakturm mit Zugang am Eichberg
Auf dem Eichberg mit seiner Höhe von 108 m fanden wir einen Flakturm, der noch ganz gut erhalten war. Als wir das Handy ĂŒber den Mauerrand hielten und ein Foto machten, entdeckten wir einen Zugang, der auf weitere Tiefen hindeutete. Ein Eingang zum Bunkersystem, ⊠holla.
Bunkereingang auf dem Eichberg
Wir fanden auch zwei zertrĂŒmmerte Grabsteine im Wald, die andere Wanderer schon versucht hatten wieder zusammenzusetzen, ⊠ein echt skurriler Fund. Der Todeszeitpunkt dieser Personen konnte man auf das Jahr 1907 zurĂŒckverfolgen, also 1. Weltkrieg, ⊠voll krass.
Zu meiner groĂen Ăberraschung sah ich auf einmal etwas Buntes zwischen den BĂ€umen, ich ging darauf zu und da stand doch tatsĂ€chlich ein Strauch an dem so ca. 20 Ostereier hingen. Das machte mich neugierig, ⊠đ§ Nach genauerer Untersuchung wĂŒrde ich vermuten, dass es sich um eine Geo-Cashing-Aufgabe handelt, denn auf einigen Eiern standen Nummern âŠ
Eierbaum im Wald bei Zossen
2nd Break, verwunschener See
Nach dem Abstieg begaben wir uns zu einem See, der völlig von Schilf umgeben war. Wir suchten uns ein kleines PlÀtzchen, an dem man möglichst nah ans Wasser kommt.
Der verwunschene See, Break
Auf den ersten Blick war das Wasser sehr klar, aber wenn man genau hinschaute, konnte man am Seegrund schwarze Partikel entdecken. Ich möchte gar nicht wissen, was da noch so alles am Grund des Sees fĂŒr Ăberraschungen lauern und die Lust, die heiĂ gelaufenen FĂŒĂe in das kĂŒhle Nass zu stecken, verging mir augenblicklich.
Break am See, Versuche mit dem Selfie-Stick
App-Test
Zur Komoot-App muss ich sagen, dass sie wirklich eine Bereicherung dieser Tour war, denn die Anweisungen der Route hat sie zeitnah, ĂŒbermittelt, und uns somit gut auf den Wegen im Wald gefĂŒhrt. Komoot hatte fĂŒr die Tour einen etwas höheren Kilometerstand, auf 23 km 0,5 km mehr, was ich aber nicht so schlimm fand, Running und Mapy hatten den gleichen Kilometerstand.
Das Hintergrund Wissen, dass Komoot durch seine Abonnenten bietet, ist sehr umfangreich und inhaltlich sehr ausfĂŒhrlich. Bei Abweichungen von offiziellen Wegen verlangt die App oft RĂŒckkehr zur geplanten Strecke, was bei dieser Wanderung sehr amĂŒsant war, weil Lady-Komoot uns stĂ€ndig in die Videos quatschte.
Bei Running und Komoot wird leider in der kostenlosen Version die Pause nicht automatisch herausgenommen, was ich ziemlich doof finde, da dieser Umstand die km/h völlig falsch anzeigt und einem keinen Einblick in die persönliche Wanderzeit ermöglicht. Die Pause kann natĂŒrlich manuell gestoppt werden, aber ich weiĂ nicht wie euch das geht, ⊠hin und wieder vergesse ich den Track anzustellen und mir fehlen ein paar Kilometer. Das findâ ich dann nicht so prickelnd, ⊠đČđ„
More âŠ
Auch Funde von Munition konnten wir machen, das war ein bisschen unheimlich, ⊠man weià ja nie, ob so ein Ding noch scharf ist oder nicht.
Munitionsfund, ganz schön schwer
NatĂŒrlich sind diese Wanderungen durch den Wald immer auf eigene Gefahr. Ăberall wird vor dem Betreten dieser FlĂ€chen gewarnt. Auf den ausgeschriebenen Wegen kann man sich aber gefahrlos bewegen.
Zum Ende der Wanderung hin war da auch noch ein Stahlrahmen im Wald, … sah aus wie ein kleines HĂ€uschen. Die Konstruktion war aber noch sehr stabil, obwohl alles angerostet war, ⊠đ
Nach der Wanderung sahen wir uns unseren Track an, und waren ziemlich verwundert, denn er sah aus wie ein Hund, ⊠Zufall, ich schwöre.
Alles in allem eine sehr spannende Wanderung in unwirklichem GelĂ€nde, die ich sicher nie vergessen werde.đ„°
24 weitere Fotos in diesem Album. Klick auf ein Bild um die Slideshow zu starten. Dort auf den „i“-Button klicken, um die Bilduntertexte einzublenden:
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Nun ist auch das kleine Video fertig âŠ
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Die Verbotene Stadt einschlieĂlich des Hauses der Offiziere ist ja hermetisch abgeriegelt. RundgĂ€nge sind nur nach Anmeldung möglich. Auf diesen Seiten siehst du, was drin ist. Sehr beeindruckend. Und es erklĂ€rt auch die Abschottung: