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Winterwald und Finowtal von Biesenthal nach Melchow

LETZTE ÄNDERUNG am Donnerstag 4. Mai 2023 14:31 durch Berlingo


  • Start Bahnhof Biesenthal
  • Ziel Bahnhof Melchow
  • Anteile von Jakobsweg Via Imperii PL-DE/66-Seen-Wanderweg/Grüner Strich
  • 16,9 km einsame winterliche Waldwanderung mit Fluss Ausblicken und naturbelassenen Waldwegen
  • Naturwege und Asphalt, für Kinderwagen nur bedingt geeignet

https://www.komoot.de/tour/637519257?ref=aso

Die EINSAMSTE Wanderung EVER! Ralph und ich  liefen durch Biesenthal. Es war regnerisch und wir fielen mit unseren BUNTEN JACKEN auf, wie PAPAGEIEN. Keine Menschenseele ging in diesem Ort zu Fuß, außer uns. Wir fühlten uns ein wenig BEOBACHTET, und das sollte NICHT DAS LETZTE MAL gewesen sein, an diesem Tag …

Ralph und ich starteten am Bahnhof Biesenthal und folgten der Bahnhofstraße ca. 4 km.  Wie es unsere Gewohnheit ist, suchten wir uns einen Bäcker am Ort und frühstückten dort. Bei Edeka wurden wir fündig. Lustigen Sprüche lockten auf  Aufstelltafeln, was  nicht nötig gewesen wäre, da es  keinen weiteren geöffneten Bäcker im Ort gab.

Es folgen die beschrifteten Fotos. Wer Lust hat, kann im Anschluss auch den Rest der Geschichte lesen. 😉

Winterwald und Finowtal
Ca. 4 km Asphalt, aber dann wunderbarer Waldboden mit Anteilen des Jakobsweges Via Imperii und 66-Seen-Wanderweges. Sehr empfehlenswert, da einsame und naturbelassene breite Wege. Extrem gute Street-Art an den Begrenzungszäunen zum abgeriegelten militärischen Gelände bei Biesenthal.
Der Waldspielplatz am Stadtrand Biesenthal
Winterwald und Finowtal
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Jakobswege

Frisch gestärkt und gut gelaunt wanderten wir ein Stück auf dem Jakobsweg, der Via Imperii PL-DE.

Als Jakobswege bezeichnet man eine Anzahl von Pilgerwegen, die sich sternförmig durch Europa ziehen. Das Ziel, an dem sich alle Wege vereinen ist Santiago de Compostela in Spanien.

Die erste Route ist der heute noch gebräuchliche Camino Frances, der die Pyrenäen mit den Königsstädten Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und Leon verbindet. Diese Route entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Veränderungen

Wir erreichten das mit dem Namen Vorwerk benannte Areal und waren verwundert, denn es hatte sich viel verändert im vergangenen halben Jahr.  Die ausgebrannten Autos, die im Eingangsbereich standen, waren verschwunden. Neue hohe Zäune und ein neues Tor waren errichtet worden.

Das Tor stand sperrangelweit offen,  rechts und links neue Zäune, dahinter Wald, ein paar Relikte aus der sowjetischen Vergangenheit waren zwischen den Bäumen zu entdecken.

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Blick über den Zaun, abgesperrtes militärisches Gelände

Beobachtet

Wir liefen auf dem breiten asphaltierten Weg bis wir an einen Platz kamen, von dem das Gelände in mehrere Parzellen aufgeteilt war. Eine komische Stimmung herrschte an diesem Ort. Wir fühlten uns das 2. Mal an diesem Tag beobachtet. Hier hatte sich unter anderen das Bundeskriminalamt ein paar Gebäude errichtet. Hinter  hohen Zäunen entdeckten wir dann auch ein paar Kameras. Als wir uns auf den Rückweg machten “begleitete” uns sogar ein Fahrzeug, das dann hinter uns das Eingangstor verschloss.

Buntes

Eines hatte sich aber nicht verändert, die außergewöhnliche Street-Art, die am Betonzaun zu bestaunen ist. Hier ein kleines Video dieser tollen Arbeiten.

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Im Angesicht des Todes …

… für das Leben einstehen, steht auf der Stele 6, die direkt vor dem Eingangsbereich des ehemaligen Munitionswerks aufgestellt wurde. Sie soll daran erinnern, das französische Zwangsarbeiter, die im Arbeitslager lebten, den Mut zur Sabotage hatten.

Die meist französischen Arbeiter des Lagers hatten in der Munitionsfabrik, die 1940 errichtet wurde, im Keller Bomben gedreht. Als die von ihnen hergestellten Bomben im Einsatz nicht explodierten, wurden 10 Zwangsarbeiter aus dem Lager abgeholt. Über ihren Verbleib ist nichts bekannt.

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Durch diese mutige Tat und Haltung verhinderten sie viele Tote.

Boxenstopp

Weiter ging es dann auf wunderschönen Waldwegen in völliger Abgeschiedenheit. Wir hörten die Stimmen der Vögel, ab und zu ein Rascheln im Unterholz und genossen die erholsame Stille.

Am Großen Samithsee lagen ein paar Ruderboote am Ufer. Hier machten wir einen Boxenstopp, futterten und spielten mit der 360-Grad-Kamera rum. Das hat riesigen Spaß gemacht und dabei ist auch das Titelbild entstanden.

Es folgten hügelige Fichtenwälder mit breiten Wegen bis kurz vor den Bahnhof Melchow.

Also wär es einsam liebt, ist bei dieser Wanderung richtig.

Ich stell hier noch den Link zur ersten Wanderung im Biesenthal ein. Dann könnt ihr die Fotos vergleichen.

Tour Biesenthal, die grüne Hölle und eine neue Entdeckung

 

 

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