Und nun nach Groß Glienicke. 9,92 km Wanderung mit Geriesel aus der Vergangenheit, vergessenen Dingen, undurchdringlichem Urwald, dem Riesenpilz, einer ritterlichen Entdeckung, einem nassen Blick und einem religiösen Ende.
Diese Wanderung ist Teil 2 der Wanderung Hahneberg Sunset, also eine Anschlusswanderung. Wer möchte kann die beiden Routen zusammen legen und hat dann eine ordentliche Tour von ca. 20 km zusammen. Am Ende des Beitrags findet ihr dann auch einen Link, der euch zu Teil 1 führt.
Hahneberg erobert mein Herz. 11,8 km hügelige Landschaft mit verführerischen Blicken auf die Havel und in den Sonnenuntergang und einem Abstieg in der Dunkelheit.
Dieses Mal ist der Hahneberg mein Ziel, wenn möglich zum Sonnenuntergang. Ich startete am Havelufer auf Höhe des Wröhmännerparks und wanderte immer am Wasser entlang Richtung Wilhelmstadt.
Die Sonne schickte mir warme Strahlen ins Gesicht und so wanderte ich fröhlich drauflos. Kurz bevor ich das Havelufer verließ, machte ich noch eine ausgedehnte Pause. Ich vergaß etwas die Zeit, was mir zu Schluss dann auf die Füße fiel …
Ich passierte den Engelspfuhl, bestaunte den Griebnitzsee und Kunst am Wegesrand. Zu Füßen eines Kunstwerks hatte sich ein Schmetterling zum Sonnenbaden ausgestreckt.
Ich erklomm die Haveldüne und von der Weinmeisterhöhe staunte ich über einen fantastischen Blick auf die Havel, die blau glitzernd ihre ganze Pracht darbot. Ich entdeckte ein Segelboot, den Grunewaldturm und die Abhörstation auf dem Teufelsberg.
Die Abhörstation auf dem Teufelsberg
Jetzt ging es auf dem Spandauer Weg weiter, der parallel zum Mauerweg verläuft. Schnurgerade breite Feldwege führten nun durch die ehemaligen Rieselfelder, die durch Alleen im begrenzt waren. Ein unbeschreiblicher Anblick.
Langsam senkte sich die Sonne. Ich gab ein bisschen Gas, musste aber oft stehenbleiben, denn die untergehende Sonne, die durch die Alleen lugte, verführten mich zu jeder Menge Fotos.
Stetig kam ich dem Hahneberg näher, die ständige Steigung drückte mir auf die Lunge, der Schweiß brach mir aus. Dann sah ich ihn, den Hügel der heute mein Ziel war. Ich mobilisierte meine Kräfte und stieg hinauf. Leider war die Sonne schon untergegangen, aber auch die jetzt folgende Zeit hatte ihren Charme.
Sunset am Hahneberg
Ich baute das Stativ auf und machte es mir im Gras gemütlich. Unfassbar schön war dieser weite Blick auf Berlin. Überall um mich herum hatten sich Pärchen auf den Bänken niedergelassen und genossen diesen sagenhaften Weitblick.
Langsam wurde es dunkel, die Leute verließen den Berg und auch ich machte mich auf den Weg zum Abstieg. Weiter unten wurde war es schon ganz schön dunkel und mal wieder die Taschenlampe vergessen, typisch.
Die Sonne war schon untergegangen
Als ich dann an der Bushaltestelle ankam war es stockfinster. Diese Wanderung würde ich als besonders empfehlenswert einstufen. Ein Genuss für die Sinne, sicherlich zu jeder Tages- und Jahreszeit, nur die Taschenlampe im Dunkeln nicht vergessen.
Nun folgt wie immer der Verfolgertrack und schnell noch viel Vergnügen gewünscht.
Wer möchte, kann diese Wanderung noch erweitern. Ich bin an einem anderen Tag noch einmal losgezogen, habe direkt am Hahneberg angesetzt und bin bis Gr. Glienicke gelaufen. Hier findet ihr den Link zur Erweiterung der Tour.
Heute bring’ ich euch mal wieder den Verlauf meiner Challenge mit. In diesem Quartal habe ich leider ein wenig geloost. Mir fehlen ca. 60 km um die Challenge auf dem Laufenden zu halten.
Da trifft es sich gut, dass ich eine Woche Urlaub habe und jeden Tag eine Wanderung machen kann. Am Ende der Woche werde ich euch berichten, ob es geklappt hat. 😂
Meine Challenge läuft jetzt seit 1.1.21. ich habe mir vorgenommen in diesem Jahr 2000 km zu erwandern. Dabei zählt jede Wanderung über 5 km.
Was das bisher so ablief, liest du hier im Rückblick unter dem Tag „Challenge“:
Abenteuerliche 14 km Wanderung mit exorbitanter Street-Art, einer baufälligen Panzerbrücke, ungewöhnlichen Begegnungen mit einem jungen Filmteam und bellenden Hunden, der Erkundung eines Towers und der Besuch einer Drohne auf dem verwilderten Flugplatzgelände in der Nähe von Schönwalde.
Das Abenteuer begann am Bahnhof Henningsdorf und sollte so einige Überraschungen parat haben.
Wir zogen bei herrlichstem Sonnenschein quer durch das kleine Städtchen, durchquerten den Hennigsdorfer Friedhof und standen dann bald vor einer riesigen Street-Art-Galerie. Hier waren vier Reihen Mauersegmente parallel zueinander aufgestellt – wie heißen doch gleich diese LPG Zwischenlager? – die mit sensationellen Kunstwerken die optischen Sinne beglückten.
Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte, wundervoll diese Farbexplosionen im strahlenden Sonnenschein. Ich kam aus dem Grinsen überhaupt nicht mehr heraus.
6,4 km Havelrunde in netter Gesellschaft und mit ungewöhnlichen Einblicken in ein altes Fabrikgebäude.
Eigentlich wollte ich ja keine Havelrunden mehr veröffentlichen, denn die kennt ihr ja schon alle. Es ist immer eine kleine Runde in meiner Umgebung, die ich gern mal am Feierabend laufe, aber dieses Mal ist wieder etwas Besonderes gewesen, auf der kleinen Tour in meiner Hood.
Ich hatte eine meiner Kolleginnen dazu eingeladen und wir waren bei herrlichstem Sonnenschein losgezogen. Da ich inzwischen soviel über diese Gegend weiß, hab ich sie die ganze Zeit vollgelabert. Ich weiß bis heute nicht, ob ihr das gefallen hat. 🤣
Tegeler Fließ. Von müffelnden Mooren, bunten Pilzen, unendlicher Einsamkeit, grasenden Büffeln, perfiden Grenzbefestigungen,einem köstlichen Mal, alten Bahnanlagen mit künstlerischer Gestaltung und einem wirklich schönen Bürgerpark.
Das Fließ
Es ist Sonntag, Mix-Wetter ist angesagt, bis 23 Grad mit kleinen Schauern. Ich hab mich mal wieder allein auf den Weg gemacht. Das Tegeler Fließ ist der Anfang dieser 21.5 km Wanderung. Ich wollte es unbedingt noch einmal im Sommer sehen, jetzt ist fast Herbst und es wird höchste Zeit. Das letzte mal war es Winter, eiskalt und die Holzstege gefährlich rutschig.
Ab Falkensee. Von See- und Park-Hopping, einem leckeren Pizza-Vergnügen in familiärer Atmosphäre, einem Damm und seinen Ausblicken, einem unbekannten und einem schauerlichen Gelände mit Wolkenspiel und Himmelswunder.
Ich war wieder mit Ines unterwegs, diesmal von Falkensee nach Spandau. Wir begannen gegen Mittag am Bahnhof Falkensee, wie immer erstmal Frühstück und Kaffee. Der Plan: 18,4 km , kleine Seen und große Geschichten auf dem Weg von Falkensee nach Spandau. Wir nutzen den Spreeweg, Berliner Urstromtal und viele kleine Wege ohne Namen
Aber erst einmal 2 km durch das lang gezogene Dörfchen Falkensee. Wir sahen eine ganze Menge Wohnungsleerstand und Relikte aus vergangenen Tagen, wie z. B. eine verlassene Disco und eine sehr alte Bushaltestelle.
See-Hopping
Der erste See war der Falkenhagener See, dem durch einen Damm der Neue See angeschlossen ist und natürlich wollten wir den Damm auch entlang. Auf beiden Seiten Wasserblick ist schon was Besonderes und das wollten wir uns auch nicht entgehen lassen.
11,6 km auf Jakobswegen in Berlin, ungewöhnlichen Kirchen und außergewöhnlichen Bestattungsmöglichkeiten, von zwei Herren auf Rutschpartie, von Laubengängen im Schatten der Hochhäuser und der Verschmelzung geschichtlicher Wege.
Da ich heute nicht so lange arbeiten musste und das Wetter super ist, bin ich nach Arbeit meinen Jokobswegen in Berlin gefolgt. Ich fuhr mit der S Bahn bis Südende und setzte meinen Weg von dort aus fort. Ich wanderte auf dem Nord-Süd-Weg (Pankeweg), Jakobsweg Berlin – Leipzig Segement Teltow-Beelitz.
11 km, mit Kirchen und Pfaffenhütchen, einer Begegnung mit Homer Simpson, einem Roten Dudel, Nasch- und Jakobswegen und einem Himmel auf Erden.
Ines und ich haben wieder mal eine 2-Tages-Tour geplant und da der Bahnstreik die S-Bahn lahm gelegt hatte, fuhren wir am ersten Tag bis zur U-Bahn Endstation Rudow und wanderten bis Mahlow, teilweise auf dem Jakobsweg Brandenburg, Südroute.
Zuerst kamen wir durch das Rudower Fließ, idyllische Landschaften mit schnurgeraden Wegen und vielen Pferdekoppeln begegneten uns. Es war bedeckt, aber trocken, die Wege gut zu laufen, meist Wirtschaftswege, mal Asphalt, mal Wald- oder Feldweg.
Brückenkopf-Shooting
Plötzlich entdeckten wir einen gesprengten Brückenkopf, der knall-bunt bemalt in der Landschaft stand. Viele der Schriftzüge waren außergewöhnlich gut gestaltet und auf der Rückseite entdeckten wir sogar einen Homer Simpson, mit dem wir dann gleich mal Fotos shooteten.