Rundkurs Zehdenick. Von alten Ziegeleien und neuen VergnĂŒgungsstĂ€tten, von einsamen Moorlandschaften und mittelalterlichen StĂ€dtchen, von einer roten BrĂŒcke und grĂŒnem Efeu und von einer Klosterruine, die uns auf eine tolle Idee brachte. – Album mit weiteren Fotos am Ende des Beitrages
Die rote BrĂŒcke und die Ruine
Gegen 11.00 Uhr starteten Uwe, Ines und ich eine Wanderung vom Bahnhof Zehdenick.

Zehdenick ist eine kleine Havelstadt in Brandenburg mit der sog. HastbrĂŒcke und Schleuse inmitten der Stadt. Diese imposante DoppelzugklappbrĂŒcke, die heute noch in Betrieb ist, und bei der Durchfahrt der Schiffe aufgeklappt werden kann, ist echt ein Hingucker. Ebenso wie die alte Klosterruine, die wir uns am Schluss der Wanderung noch genauer angesehen haben.

Ein StĂŒckchen raus aus der Stadt, vorbei an einem Storchenhorst gings erstmal ein StĂŒck an der StraĂe entlang und dann rein ins freie Feld, Richtung Mildenberg im Ruppiner Land.
Die Feldsteinkirche und die Ziegeleien

Das StÀdtchen Mildenberg findet bereits 1276 seine erste urkundliche ErwÀhnung. Ein besonderes Highlight ist die evangelische Feldsteinkirche, welche auch das Àlteste GebÀude der Stadt ist.

Wir wanderten durch offene Landschaften, an schnurgeraden FlĂŒsschen und beschaulichen StĂ€dtchen entlang. Immer wieder entdeckten wir die Schornsteine der alten Ziegeleien, die ĂŒberall im Revier anzufinden sind, restauriert und auch als Lost Place. Der TonstraĂe folgend machten wir uns auf den Weg zum Ziegeleipark.
Ponystreicheln mit Aua

Dann kamen wir an einer Pferdeweide vorbei und ein kleines Pony war auf dem Weg zum Zaun. Es lieĂ sich streicheln und genoss dies sichtlich. Dann kam ich Schussel an den Elektrozaun und vorbei der schöne Moment … autsch!
Ziegel fĂŒr Berlin

Der Ziegeleipark Mildenberg ist eine der gröĂten IndustriekulturstĂ€tten nördlich Berlins, gelegen im ehemaligen gröĂten Ziegeleireviers Europas. Von hier aus wurden Milliarden von Ziegeln auf dem Wasserwege nach Berlin verschifft.
Jetzt ein groĂer Freizeitpark mit Ăbernachtungsmöglichkeiten. Alles groĂzĂŒgig angelegt, herausgeputzt fĂŒr den Startschuss nach der Pandemie. Sie bieten dort das Ăbernachten in einem Fass an, sehr romantisch.

In Galerien, FĂŒhrungen und Ausstellungen kann man sich umfangreich ĂŒber die Geschichte informieren, oder mit einer kleinen Eisenbahn durchs GelĂ€nde fahren.
Auch ein kleiner Hafen liegt auf dem GelÀnde, dort hatten sich ein paar Angler angesiedelt, die nach Barschen fischten. Jetzt so ohne Menschen aber auch ein ganz besonderes Erlebnis.
Idyll ohne MĂŒcken

Weiter gings durch idyllische Moorlandschaften, rechts Wasser und links Wasser, die Wege schmal und trocken. Die MĂŒcken waren noch nicht geschlĂŒpft und so war dieser Weg ein echtes Idyll.
Wir waren so gut wie allein unterwegs, denn eigentlich war schlechtes Wetter angesagt. Aber wir hatten GlĂŒck, trocken und ab und zu sogar ein bisschen Sonne ⊠was fĂŒr eine Freude.
Die Klosterruine und die Geburt einer Idee

ZurĂŒck in Zehdenick hatten wir noch etwas Zeit vor Abfahrt des nĂ€chsten Zuges und beschlossen uns noch das Kloster anzuschauen. Na das war vielleicht beeindruckend, ⊠die erhaltenen Steinmauern aus alter Zeit und dazwischen das GrĂŒn des Grases und der dunkelgrĂŒne Kontrast des Efeus. Wir konnten auch noch einen kleinen Blick in den Klostergarten werfen, der liebevoll gepflegt wurde.
Als wir wieder herauskamen, entdeckten wir eine Karte mit Zisterzienserklöstern in Brandenburg, und Uwe, der schon viele davon gesehen hatte, erzÀhlte uns ein bisschen von seinen Erlebnissen.

So kamen wir auch auf die Ăbernachtungen zu sprechen und sinnierten darĂŒber, wie es wohl nach Corona ist, und was wir uns dann alles ansehen können, ⊠Mehrtagestouren mit Ăbernachtungen in Herbergen oder anderen tollen UnterkĂŒnften. Gemeinschaft mit anderen Menschen an wunderschönen Orten, Menschen, die gern zu FuĂ in der Natur unterwegs sind âŠ
Sehnsucht
Da wurde die Sehnsucht ganz schön groĂ, ⊠denn einmal hatte ich so eine Tour schon, letztes Jahr, im September. Das Highlight aus 2020, drei Tage Jakobsweg von Bad Wilsnack nach TangermĂŒnde. â€
Den Beitrag dazu habe ich noch nicht geschrieben, geht halt nicht auf alles einmal, ⊠aber bald! …
UPDATE Doch, hier ist er nun … 3 Tage entlang der Elbe!
Der Track dieses Beitrages bei Mapy.cz:
Vielen Dank fĂŒr die wunderschöne Tour Uwe, fĂŒr die tollen GesprĂ€che und lustigen Anekdoten.
Euch beiden, Ines und Uwe, auch einen â€lichen Dank fĂŒr die Begleitung, wie immer ein VergnĂŒgen.
Eure Clara
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