Ein Lieblingsobjekt unsere vielen Wanderjahre ist bis heute die Neue Hakeburg im Wald zwischen Kleinmachnow und dem Teltowkanal. Also nahe bei Berlin und immer leicht erreichbar. Sogar mit dem Bus 😃.
Seit einiger Zeit ist die Hakeburg als Bauprojekt tatsächlich ein faszinierendes Beispiel dafür, wie ein einst verlassener Ort in absolutes High-End-Betongold verwandelt wird.
Hier ist ein kompakter und topaktueller (Anfang 2026) „Hakeburg-Pressespiegel“, wunderbares Hintergrundwissen für geschichtsinteressierte Outdoor-Fans und Hobby-Historiker:
1. Wer steckt dahinter? (Die Investoren)
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Die Initiatoren: Das Projekt wurde ursprünglich von der Berliner Skyland Gruppe (unter CEO Bernd Ehret) angeschoben, die das Areal 2020 aus dem Dornröschenschlaf geholt hat. Zur Finanzierung wurde sogar zwischenzeitlich ein Crowd-Investing-Projekt (über die Plattform „Rockets“) gestartet, bei dem Kleinanleger Geld in die Hakeburg pumpen konnten.
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Die Eigentümer: Offiziell läuft das Bauprojekt über die Hakeburg Grundbesitz GmbH. Interessantes Detail am Rande: Diese Gesellschaft gehört zu über 94 Prozent der zypriotischen Firma „OTT Partners“ des französischen Immobilien-Tycoons Jean-François Ott (Gründer der ORCO Group). Hier fließt also massiv internationales Kapital.
2. Was genau wird gebaut?
Das Projekt ist dreigeteilt und vermischt den Denkmalschutz mit modernem Luxus:
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Die alte Burg: Hier entstehen 14 hochexklusive Wohnungen.
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Die Remise / Das Torhaus: Hier werden 3 Wohneinheiten saniert (genau das Torhaus an der lauten Straße, über das du dich heute auf deiner Tour gewundert hast – es wird aktuell tatsächlich als eine Art „Einfamilienhaus-Variante“ beworben).
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Der Neubau: In der Baugrube, die du fotografiert hast, wachsen zwei komplett neue, moderne Villen-Gebäude mit insgesamt 16 Eigentumswohnungen und einer riesigen Tiefgarage (mit beheizbarer Rampe!) heran.
3. Der Zeitplan (Warum es so lange dauert)
Du hattest völlig recht mit deiner Vermutung, dass das Projekt eigentlich längst fertig sein sollte (ursprünglicher Plan war 2023/2024).
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Aktueller Stand: Laut neuesten Berichten (u. a. aus der Lokalpresse wie dem BÄKE Courier im Herbst 2025) peilt der Investor für die Hauptgebäude nun Ende 2026 an.
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Das Torhaus/Die Remise: Diese Teile sollen sogar erst im Laufe des Jahres 2027 oder Anfang 2028 bezugsfertig sein. Die Baustelle wird Kleinmachnow also noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Der „Tag der offenen Tür“ im August 2025 (den du auch erwähnt hast) war eine große PR-Aktion, um die Gemüter etwas zu beruhigen und den Baufortschritt zu beweisen.
4. Die Preise (Eine Klasse für sich)
Deine Verwunderung über die fette Immobilienwerbung am Bauzaun ist absolut berechtigt, denn hier wird das absolute Luxus-Segment bedient. Verschiedene Makler (wie Dahler, Profi Select oder QUIN Investment) vermarkten die Einheiten massiv.
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Kostenpunkt: Die Preise starten bei etwa 470.000 Euro für die allerkleinsten Einheiten (ca. 49 qm) und enden bei schwindelerregenden 1,9 bis 2,2 Millionen Euro für die großen Dachgeschoss-Maisonette-Wohnungen.
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Wer das Torhaus am Zehlendorfer Damm kaufen möchte, muss laut aktuellen Exposés knapp 1,4 Millionen Euro auf den Tisch legen.
Dieses als interessante Pointe für den letzten Blogbeitrag zur Hakeburg. Wo früher ostdeutsche Forstgeschichte und Lost-Place-Romantik regierten, parken demnächst die SUVs in der Tiefgarage mit beheizter Auffahrt.
Siehe also den Ausflugsbericht mit aktuellen Fotos vom Stand der Baustelle im November 2025:

Mit dem eMTB durch Berlin Südwest. Und Spurensuche an der Neuen Hakeburg