Der rbb kennt die 30 schönsten Stadtspaziergänge

LETZTE ÄNDERUNG am Montag 20. Mai 2024 17:54 durch Berlingo


Leider ist diese Produktion aus der Serie „Die 30 schönsten, besten, spannendsten  …“ auch seit der Premiere im Jahr 2022 suboptimal dokumentiert. Auf der Website des rbb ist keine Liste, keine Karte, kein Track zu finden. Was sehr schade ist. Und im Film geht eigentlich auch niemand wirklich spazieren.
Danke, rbb Archiv!

Daher ergänze ich hier mal das Transkript des Films. Aber erst einmal schauen wir in die Mediathek:

Quelle: ARD/rbb Mediathek „Die 30 schönsten Stadtspaziergänge“. 2022

Transkript

(Gekürzte Eigenanfertigung; Korrektur in Arbeit)

„So kennen sie vielleicht Berlin. Mit der Bahn quer durch die Stadt. Doch wir sind heute einmal ganz anders unterwegs. Zu Fuß. Die 30 schönsten Stadtspaziergänge.

Spazierengehen ist immer der beste Weg, um wirklich eine Stadt kennenzulernen. Planieren durch Berlin. Von Pankow bis Schmagendorf. Von Spandau. Von Pankow bis Pankow.

Von Spandau bis Köpenick. Ich mag spazieren sehr gerne, aber es muss natürlich auch eine bestimmte Temperatur sein. Im Winter gar nicht. Sie überhaupt nicht meins. Aber so ab Frühling, wenn es anfängt, so 15 Grad zu werden, ab da geht Mariella auch mal spazieren.


Die schönsten Routen Berlins. Wir halten an einer berühmten Filmkulisse.

Winfried Glatzeder: Ich habe mich gewundert, dass ist nicht eine Winfried Glatzeder Straße. Nein, es gibt nur einen Paul und Paula-Uferweg. Genießen, erleben und entdecken. Alles zu Fuß.

Als ich jung, schön und leicht war, da bin ich gejogged. Dann bin ich spazieren gegangen. Jetzt flaniere ich. Ich finde, flanieren ist das Allerschönste.


30 tolle Stadtspaziergänge haben wir für sie zusammengestellt. Doch welche Route ist unsere Nummer 1? Unsere Jury hat abgestimmt. Hier ist das Ergebnis.

Platz 30. Vom Tempelhofer Hafen nach Steglitz.
Immer am Teltowkanal entlang.

Schöner als hier kann ein Spaziergang nicht beginnen. Wasser, Boot schauen, Urlaubsfielen. Im Tempelhofer Hafen ist die Großstadt weit weg.

Das ist wirklich ein Hafen. Das ist unten am Wasser. Es hat Flair, wenn die Lichter alle an sind. Das ist sehr romantisch und schön.

Am Tempelhofer Hafen beginnt unser erster Spaziergang. Wir wandern am Ufer des Teltowkanals entlang. Auf kleinen Trampelpfaden, durch viel Grün. Immer mit einem Blick auf das Wasser. Wir sind am Ufer des Teltowkanals. Wir sind mit einem Blick auf das Wasser.

Ich bin da selber mal mit einer Segeljolle durchgefahren. Als wir das gemacht haben, war ich ganz erstaunt. Ich hatte damit nicht gerechnet, wie schön das da ist. Wie die Leute es war, so ein schöner Sommertag, an dem wir da vorbeigetuckert sind. Saßen dort und flanierten.


An schönen Tagen ist dieser Spaziergang ein Naturerlebnis. Am Eichgarten entdeckt man sich. Am Eichgarten entdecken wir eine kleine Gärtnerei. Die Emmerichs sind ein Familienunternehmen. Mutter Babett, Tochter Sophia und Sohn Robin. Ein eingespieltes Team. Mutter Babett hat die Gärtnerei Mitte der 90er-Jahre von Bekannten übernommen. Heute packt jeder mit an.

Die Vorteile sind ganz klar, dass man mit Leuten zusammenarbeitet, auf die man sich 100%ig verlassen kann. Bei denen man genau weiß, wie sie ticken. Man wird nicht hintergangen. Man weiß, man ist ein eingespieltes Team. Die Nachteile sind, dass die eine oder andere Emotion vielleicht doch mal mitspielt. Ob Petunien oder Bidens. Familie Emmerich setzt auf Regionalität. Alle Blumen kommen aus Brandenburg. Wir freuen uns mit den Pflanzen. Die Sachen, wenn die im heimischen Boden gewachsen sind, sind vielleicht auch noch bis nach Sachsen. Dass die sich bei unseren Berliner Kunden viel besser akklimatisieren und weiterwachsen können. Was bei Pflanzen, die von weiter her aus anderen Gegenden kommen, oft ein Problem ist.

Viele kleine versteckte Ecken und ein angesagter Ort. Von Tempelhof nach Steglitz, eine schöne Tour immer am Wasser entlang.

Platz 29 vom Rathaus Pankow in den Gesundbrunnen.

Wir starten am imposanten Rathaus von Pankow. Ein echter Hingucker.

Die Wollankstraße führt uns in den Gesundbrunnen.

Um die Ecke vom S-Bahnhof in der Gottschalkstraße 27 wächst die kleine Conny auf. Pack die Badehose sein.

Nimm dein kleines Schwesterlein und deine Spiel raus.

Conny Froboess. Die Göre aus dem Wedding ist ein Star in der jungen Bundesrepublik. 1962 singt sie beim Grand Prix.

Zwei kleine Italiener am Bahnhof. Da kennt man sie. Ja, natürlich. Jeder kennt diesen Song. Zwei kleine Italiener, die träumen von Napoli. Tina und Marina, die warten schon lange auf sie. Zwei kleine Italiener, die sind so allein.

Mit dem Erfolg zieht es Familie Frohbös weg. Aus dem Kiez in den Grunewald.

Wir spazieren weiter durch den Kiez und erreichen die Prinzenallee, die Stefanuskirche. Im Kirchtum ein ganz besonderes Museum. Das Mühmuh, das Müllmuseum. Die Idee dazu haben Lina Reich und Susanne Schulze Jungheim.

Es gab ziemlich viel Streit im Kiez, um den Müll, der auf dem Boden liegt, auf den Straßen liegt. Die Spielplätze verdirbt. Wir finden es sehr interessant, an den Müll ranzugehen. Denen wir uns mal genau anzugucken. Was erzählt er über die Stadt? Wir haben die Mühmuhmuseum. Was erzählt er über die Stadt?

Eine kleine Stärkung gefällig. Im Curry und Chilis serviert Frank Spies Currywurst mit Soßen in 10 Schärferkarten. Alle selbst gemacht mit frischen Chilis.

Er ist selber noch. Ich kann gar nicht ohne. Ich bin ein kleiner Junkie, ich bin ein kleiner Junkie. Das Curry und Chilis ist Berlins scharfste Currywurstbude. Wer innerhalb eines halben Jahres alle 10 Soßen probiert, wird in den scharfsten Club der Welt aufgenommen. Eine echte Bewährungsprobe. Ein Freund von mir hat das gemacht. Ich habe den abgeholt. Er musste sich auf die Couch legen. Er hat den abgeholt. 2,5 km sind es von Pankow in den Gesundpunnen. Ein Stück Berlin, das es sich zu entdecken lohnt.

Berlin zu Fuß erkunden. Weiter geht es mit Platz 28. Vom Hauptbahnhof zum Plötzensee. Vom Hauptbahnhof zum Plötzensee. Vom Hauptbahnhof zum Plötzensee. An der Invalidenstraße erreichen wir gleich den nächsten Bahnhof. Den Hamburger Bahnhof. Berlins Museum für Gegenwart. Da habe ich schon sehr große, großartige Sachen sehen dürfen.

Das ist einer der Gründe, warum ich immer wieder denke, dass ich wahnsinnig froh bin, in dieser Stadt zu sein. Weil man spups die Wups mal wieder in eine für die weltrelevante Kunstausstellung gehen kann. Ein besonderer Kunstort, das sich in der Stadt geflogen hat.

Wir spazieren am Ufer des Spandauer Schifffahrtskanal entlang. Eine ganz neue Stadt ist hier entstanden. Die Europa City. Das Gebiet war Grenzland zwischen Ost und West Berlin.

Dort gibt es auch heute noch einen großen Wachturm, der von dem aus auch tatsächlich Leute beschossen worden sind, die versucht haben, zu fliehen. Das liegt heute mitten in der Stadt, aber damals war es eben die Grenze gewesen.

Eine gute Idee, diesen Wachturm weiter stehen zu lassen. Das Menschen, die das nicht wissen, auch erkennen, was da stattgeschichtlich passiert ist. Geschichte verstehen und das neue Berlin entdecken. Wir wandern weiter Richtung Nordhafen.

Das ist eine ganz tolle Strecke auch zum Laufen. Wenn man Berlin so ein bisschen von dieser Seite kennenlernen will, ich laufe da ziemlich gerne lang Richtung Plötzensee. Im Strandbad Plötzensee endet unser Spaziergang. Hier kann man gut die Beine hochlegen.

Die schönsten Routen für einen Spaziergang, Platz 27, vom Bahnhof Pankow zum Volkspark Blankenfelder. Wir starten in der Flora Straße, so etwas wie der Boulevard Pankow. Hier gibt es kleine Geschäfte, Cafés und viel Kiezscham, ideal zum Flanieren. Pankow ist womöglich von denen, die es nicht kennen, einer der meist unterschätzten Berliner Bezirke. Der Zuzug, gerade junge Familien, ist gigantisch. Ich kenne inzwischen so viele Leute, die da nicht mehr kennen. Nur 10 Minuten Fußmarsch von der Flora Straße entfernt liegt ein kleines Idyll, das Zentrum für Keramik.

Hier stellen Katja Witt und Thomas Hirschler mit viel Geduld und Leidenschaftsschalen und Gefäße aus Porzellanee. Wir haben hier die Ersinnlichkeit, jeder Prozess ist sinnlich. Wir machen das schon lange Jahre. Ich liebe das immer noch. Das würde ich sehr vermissen, wenn wir nicht mehr mit unseren Händen und in unserer Werkstatt arbeiten könnten.

Seit 20 Jahren gibt es die kleine Keramik-Werkstatt in Pankow. Die bunten Trinkbecher mit den handgestempelten Worten sind der Verkaufsschlager. Ich bin auf den ersten Markt gegangen. Wir hatten 20 Becher dabei. Nach 10 Minuten wussten wir, wir hatten ein Bestseller. Alle Becher waren weg. Seitdem sind diese Becher und die Worte für uns in der Sucht geworden.

Im Atel-Vie-Haus neben der Werkstatt können sich Keramika und Thomas Hirschler, der Kajawitt, die Keramik-Werkstatt in Pankow kommen. Die Keramik-Werkstatt in Pankow und die Keramik-Werkstatt in Pankow können sich Keramika, Töpfer und Designer aus aller Welt einmieten, austauschen und ausprobieren. Wer die Arbeiten der Künstler sehen möchte, besucht den Ausstellungsraum in der kleinen Villa auf dem Gelände. Wir spazieren weiter zum Schloss Schönhausen.

Friedrich der Große lässt für seine ungeliebte Ehefrau eine Sommerresidenz in Pankow bauen. Weit weg von Tsong-Susi.

In der DDR ist das Schlösschen-Regierungsgästehaus. Ich weiß noch, als ich am Marmahempak wohnte, das ist ja nur 100 Meter von dem Schloss entfernt, dass da immer Busladungen, Staatssicherheitsleute, dann, die mussten dann Bevölkerung spielen und den Staatsgästen zuwinken. Pankow lockt seine Besucherinnen und Besucher mit viel Grün. An sonnigen Wochenenden spazieren viele hinaus zum botanischen Volkspark Blankenfelde. Ein grünes Kleinot mit großen Schaugewerkshäusern, seltenen Pflanzen und viel Erholung.

Auf Platz 26 von der Viktoria-Stadt zum Tierpark.

Viele kennen die Viktoria-Stadt nur als Kaskel-Kriez. Schöne Altbauten, viele Familien, ein gemütlicher Kiez nicht weit vom Ostkreuz.

Ich kannte den Kiez aus früheren Zeiten und er war eigentlich nicht dafür gedacht, einen Eisladen aufzumachen. Es war eher so ein, wie würde man sagen, Pennarkiez. Hier war es nicht so angenehm. Der Kaskel-Kiez in Lichtenberg ist heute eine beliebte Wohnadresse. Hier ist es beschaulicher und ruhiger als im benachbarten Friedrichshein.

Steffen Winkel hatte den richtigen Riecher, als er sich für den Kaskel-Kiez entschied. Der Eisladen läuft. Das schönste am Eistag ist, dass am Ende der Eisherstellung das Eis natürlich kosten muss. Das schmeckt einfach traumhaft.

Dann nehmen wir eine Kugel von dem roten Eis. Magst du den roten?
Eismachen hat in seiner Familie Tradition. Schon seiner Eltern besaßen ein Eiscafé in Schmöckwitz.

Eis ist hier Handarbeit. Das hat sich längst rumgesprochen im Kiez.

Wir spazieren durch das Seewarmviertel. Zu DDR-Zeiten heißt die Siedlung Hans Lochförd. In den 60er-Jahren ist hier eines der ersten großen zusammenhängende Neubaugebiete entstanden.

Das Hans Lochförd.

Wir haben davon anfangs an gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Wohnen, das ist eben nicht nur ein Dach über den Kuck. Der Radies, ich nenne es mir vor.

Dramaturg Heiner Müller zieht von Pankow in das neue Viertel. Heiner Müller hat aber gesagt, ich finde das so schön, so anonym zu leben. Und herrlich. Der hat erst in der Kissingenstraße gewohnt, ganz schön. Aber es war ihm zu klein. Und der ist dann Hans Lochfördel gezogen. Horror, Horror.

Mit der Zeit sind die Neubauten bis an den Tierpark Karanjirik. Das ist natürlich was für die Berliner. Aus den Fensterkieken und dann brüllt der Löwe.

Im Tierpark habe ich meine ganze Kindheit verbracht. Meine armen Eltern mussten da ständig mit mir hin. Der war auch wirklich schön.

Ich habe mich mit dem Tierpark aufgeholt. Das ist wie ein Park. Nicht nur Kefig, sondern da gibt es Tiere, die da frei rumlaufen, in größeren Gehegen. Es ist einfach wunderschön. Es macht einfach toll, viel Spaß, da lang zu laufen.

Ein Spaziergang durch Lichtenberg. Ideal für Familien.

Weiter geht’s mit Platz 25.

Das ist der Gleisdreieckpark.

Wir verweilen einen Moment am Südkreuz und schauen Züge. Dann geht’s los. Ins alte Schöneberg.

In der Leberstraße waren 2 große Dieven zu Hause. Die Knäf in Hausnummer 33 und die Dietrich in Hausnummer 65.

Das ist das alle Schöneberg. Das ist richtig schönes und das ist ein ganz tolles Haus.

Das ist richtig schönes.

Das ist ein ganz tolles Haus.

Das ist ein ganz tolles Haus.

Das Grab steht in einem Boxring.

Das passt zu Rocky.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

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Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Friedenau, der Name des Programms. Frieden auf der Auge. Sehr ruhig, gemächtlich, entspannt.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus. Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus.

Platz 19. Wir starten mit unserem nächsten Spaziergang am Rosenthaler Platz. Es geht zu Eberswalder. Einmal entlang der Kastanienallee.

Der Berliner hat der Kastanienallee schon einige Spitzname gegeben. Castingallee. Das ist ein sehr tolles Haus. Hier gilt sehen und gesehen werden.

Hier ist ein sehr tolles Haus. Das ist ein sehr tolles Haus.

Das ist ein sehr tolles Haus. Ein cooler Kiez. 1990 sieht es hier noch so aus.

Das ist ein sehr tolles Haus. Die 29 Künstler, die in dem ältesten Haus am Prenzlauer Berg wohnen, versuchte er schon mit Kettensägen zu vertreiben. Die Hausgemeinschaft hält stand. In der Kastanie 77 wird weiter gewohnt und gearbeitet. Im Vorderhaus entsteht ein Kino.

Die Karten abpreissten und erledigen auch die Filmeinlegung. Wir spazieren weiter. Wir erreichen Berlins ältesten Biergarten den Prater. Eine Garantie für große Biere und Geselligkeit.

Dann gehen zwei Fussballen zurück. Lasst es euch schmecken! Wir kommen nach Rosenthaler Platz zu Eberswalder. Ein kurzer Spaziergang. Vom Rosentallerplatz zur Eberswalder. Ein kurzer Spaziergang ist aber alles dabei.

Platz 18 vom Görlitzer Bahnhof zum Moritzplatz.

Unser Spaziergang durch Kreuzberg beginnt genau hier. Diese Straße kennt in Berlin jeder. Oh, oh, oh.

Die O-Straße. Ausgemeile von SO 36. In den 80er-Jahren Hausbesetzerstraße und das E-Bi-Zentrum der Berliner Pankkultur.

Alternative und nonkonformistische Lebensformen haben sich entwickelt, als Entmietung und Leerstand die Existenz der Straße bedrohten. Die jungen Leute, die hier herzogen, ließen sich nicht von unsicheren Mietverträgen und Abrissplänen verschrecken.

Sie haben sich nicht mehr in den jungen Wohnraum zu verteidigen.

Oranienstraße kenne ich auch sehr gut. Da war ich auch schon ein paar Mal. Das ist etwas, wenn man mal Berlin zeigen will, wie es wirklich ist. Kreuzberg, wenn Freunde kommen und sagen, hier ist alles so schön, ich habe anders gehört. Dann geht man mal in die Oranienstraße und zeigt mal, so kann Kreuzberg auch sein. Ein bisschen verwegener, künstlerischer.

Ellie Fatal liebt die Ohrstraße. Sie bleibt nie, wie sie ist, aber sie wird auch nie fertig. Vor gut zehn Jahren hat Ellie Fatal eine Boleskbar hier eröffnet.

Deckys ist toll, er ist bunt und überraschend. Zu jeder Tageszeit. Es gibt tatsächlich eine tolle Nachbarschaft.

Die Nachbarn retten sogar Hüte.

In der Bar geht es meist ausschweifend zu. Barhang ist für die Drinks zuständig. Ellie kümmert sich um die Tänzerinnen. Das goldene Zeitalter der 20er-Jahre wird hier geliebt.

Ich wünsche Ihnen Spaß bei der ersten Schoen-Trage. Herzlich willkommen Linda von Schwierze.

Beim Bolesk-Tanz geht es nicht um Strip-Teas und Ausziehen, sondern um die Show.

Bolesk ist die Darstellung einer grandiosen Frau mit einem tollen Ausdruck und Kostüden. Der Tanz, die Erotik, anmutig, ein Sinnbild der Frauen. Sie zieht alle in den Strip-Tas. Sie ist ein sehr guter Strip-Tanz. Sie ist ein sehr guter Strip-Tanz. Ein Sinnbild der Frauen. Sie zieht alle in den Wannen. Sie bestimmt den Laden, die Stimmung. Sie hat alles in der Hand.

Dass Mädels ihre Weiblichkeit leben, sich korsitieren, sich doll zurechtmachen, Bolesk ist absolut meine Nummer. Weil es etwas Schönes und Unschuldig und trotzdem erotisch. Die Weiblichkeit feiert, ist super.

Es ist spät geworden. Kein Wunder, wir sind in Kreuzberg.

Unser Spaziergang endet am Moritzplatz. Geht da schon wieder die Sonne auf?

Auf Platz 17. Von der Wilmersdorfer Straße zum Schloss Charlottenburg.

Die Wilmersdorfer Straße ist eine der Einkaufsstraßen.

Wo man sich wundert, die gibt’s noch.

Die gibt’s noch. 1978 wird die Wilmersdorfer Straße als erste Fußgängerzone Berlins mit viel Tamtam eröffnet.

Wo es etwas umsonst gab, bewiesen die Berliner wieder. Die Wunder sind in der Stadt von Wilmersdorfer Straße. Die Wunder sind in der Stadt von Wilmersdorfer Straße. Wo es etwas umsonst gab, bewiesen die Berliner wieder. Die zum Beispiel bei Bier und Erbsensuppe.

Mit den anderen großen Einkaufsstraßen Berlins kann die Wilmersdorfer lange nicht mithalten. Erst als sie 2005 neue Pflastersteine, Bänke, Mühleimer und Laternen bekommt, kommen auch wieder die Besucher. Heute ist die Wilmi ein beliebtes Shoppingziel. Wilmersdorfer ist wunderschön. Man kriegt ja alles für etwas ältere Leute, für etwas jüngere Leute, für kleine Kinder. Ich ist alles für jeden mit dabei.

Mir wird in den Kaufhausern immer schwindelig. Ich bin schwer in die Hose gekommen, weil mein Bauch immer dicker wird. Ich habe mit Erschrecken festgestellt, ich passe in fast nichts mehr rein. Der Gang in ein Kaufhaus ist jetzt angesagt in der Nähe. Wir biegen in die Beheinstraße ein. Eine Aufschrift an Haus Nummer 20 erinnert an ein legendäres Lokal.

Georg Preuse, alias Mary, hat Anfang der 70er hier seinen ersten Auftritt. Die Männer, die in Frauenkleidern tanzen, begeistern das Publikum. Dann haben sie natürlich auch megageile Figuren, tolle, lange Beine. Die Männer haben teilweise einen schicken Arsch. Da kannst du manchmal ein Glas draufstellen.

Ist schon ein bisschen gemein. Dann kriegen die natürlich auch keine Zellulite, so wie wir Frauen. Ja. Die Männer haben natürlich auch eine tolle Beine. Die haben natürlich auch eine tolle Beine. Die haben natürlich auch eine tolle Beine. Die haben natürlich auch eine tolle Beine. Die Chefin von dem Laden, die hatte eine super Nummer. Das war der Stuhlspagat. Es gab zwei Stühle, da stand sie drauf. Die rutscht immer weiter auseinander, bis sie ins Spagat war. Es konnte ja keiner von uns so jelenken. Ich war mir alle nicht, weißt du?

Die Lützauer Lampe gibt es nicht mehr.

Zum Schloss Charlottenburg ist es nur noch ein kleiner Spaziergang. Im Schlosspark lässt sich wunderbar verweilen. Ich wohne direkt neben dem Schloss oder ganz in der Nähe des Schlosses. Der Schlosspark ist einfach wunderschön. Wenn man sich überlegt, dass da früher nur die Könige und der Hof spazieren gehen konnten. Heute darf jeder rein, sieht man mal, wie sich die Welt verändert hat.

Die schönsten Routen für einen Stadtspaziergang mit vielen Routen sind die die die Welt mit vielen Entdeckungen und Tipps. Platz 16 von der Bülostraße zum Victoria-Louise-Platz.

Die Bülostraße ist eine große Open-Air-Gallerie. Viele Streetart-Künstler haben sich auf den Häuserwänden verewigt. Eine Welt voller bunter Farben. Im Kiez ist das Museum für Streetart zu Hause, die Urban Nation. Ein Publikumsmagnet.

Ich kann was damit anfangen, weil es jung, modern ist und eine völlig andere Ausdrucksform ist als die etablierte Kunst, die wir kennen. Deswegen finde ich das wichtig und gut. Ich finde, es passt zu Berlin unbedingt.

Wir spazieren weiter zum Nollendorfplatz. Blicken auf das Metropol und erreichen den nächsten schönen Schöneberger Platz. Dann geht es weiter zum Winterfeldplatz. Dann geht es weiter zum Winterfeldplatz, wo am Wochenende ein ganz toller Markt ist, wo ich auch sehr oft mein Obst, Gemüse oder Käse und Wurst kaufe. Alles ganz früh starten. Man ist auf dem Land mal für ein paar Minuten.

Der Winterfeldmarkt ist Berlins größter Wochenmarkt.

In der Eisenacher Straße besuchen wir Geidenbauer Andreas von Niederhäusern in seiner Werkstatt. Sein Urgroßvater war Geidenbauer. Er selbst hat das Geschäft von seiner Mutter übernommen. In einer Stadt wie Berlin mit vielen Opernhäusern und Konzertsälen kein Aussterbendes, sondern ein stark gefragtes Handwerk.

So ein Musiker hat einen innigen Bezug zu seinem Instrument. Der kauft nicht ohne Not was Neues. Die Musiker haben viel Zeit verbracht, um sich ein Instrument auszusuchen, was zu ihnen passt. Wenn man sie immer was gefunden hat, wechselt man ungern.

Manche dieser Geigen sind über 300 Jahre alt. Je älter ein Streichinstrument ist, desto wertvoller wird es. Daher gilt, reparieren statt kaufen.

Das teuerste Instrument, was ich in der Hand hatte, war ein Cello von Stradivari. Das ist schon 20 Jahre hier. Das war dann versichert mit etlichen Millionen Dollar. Man darf sich da nicht beeinflussen lassen. Man muss stollig in Arbeit verrichten, dass es gut wird. Wenn ich Angst hätte, dass der Wert zu hoch wäre, dann baue ich gar nicht anfangen.

Unser Spaziergang endet am Victoria-Louise-Platz. Der Park ist ein kleines Schmuckstück, ideal zum Durchschnaufen. Platz 15, rund um den Weißensee.

Im Sommer ist der Weißensee ein beliebtes Ausflugsziel. Die Seele baumeln lassen, faulenzen, nix tun. Nicht mit uns, wir spazieren drumrum.

Den Weißensee kenne ich sehr gut, weil ich einen Hund habe. Ich habe einen kleinen Hund, der ist sehr gut. Ich habe einen Hund habe. Da muss ich immer mindestens morgens und abends mal raus. Da ist unsere Lieblingsstrecke um den See herum. Eine schöne Rundwanderung für die ganze Familie.

Wir machen einen Abstecher zur Trierer Straße in die Brunothaut-Siedlung. Der Architekt verwirklichte hier um 1920 seine Visionen. Neues Bauen, bunt, ökonomisch, funktional. Die Wohnung sollte klein sein, nicht großzügig und herrschaftlich. Es sollte gleich sein, aber es sollte Licht da sein. Und farbenfroh. Das sieht man heute an den Türen, an den Fenstern. Das ist sehr farbenfroh gestaltet. Das ist ein gutes Beispiel für eine gelungend durchdachte Architektur. Ich finde es oft so irre, was für Baudenkmehler einfach in der Stadt rumstehen. Man muss nur durchlaufen und mal einen Kopf heben. Das machen wir.

In der Beheimstraße? Ja, auch in Weißensee gibt es eine. Hat Eleonora Sabanina alle Hände voll zu tun. Gleich ist Mittagszeit. Wir haben eine kleine Kante, die wir hier haben. Das ist eine kleine Kante, die wir hier haben. Die Kante ist mittagszeit.

Das wird ein vegetarischer Borsch.

Das Rezept habe ich noch von meiner Mama. Ich habe immer in Kindheit meine Lieblingen zugekommen.

Weil Kinder nicht so gerne manchmal Fleisch essen.

Und hier ist es auch sehr benachrichtigt.

Spazieren macht hungrig. Das sollte ausreichend sein.

Ja, total toll. Da sind wir neulich mit einer ganz großen Gruppe. Frühstücken gewesen. Das ist, glaube ich, auch eine alte Fischerei gewesen. Ein alter Fischladen. Da sieht man an den Kacheln, da ringsherum. Da haben wir so wunderbar gefrügstückt.

Berlin zu Fuß erkunden. Einmal um den Weißensee und einen kleinen Abstecher. Wunderbar.

Platz 14. Von der Halbinsel Strahlau zum Boxhagener Platz.

Strahlau finde ich mal besonders attraktiv. Das ist eine uralte Kirche. Ich glaube, das ist die älteste Kirche Friedrichshainz. Die hat einen ganz schiefen Turm. Die soll schiefer sein als der Turm vom Pisa.

Richtig. Auch wenn es nicht so aussieht. Der Turm von Strahlau hat 5, der Turm von Pisa nur gut 4°.

Zum berühmten Ufer an der Rummelsburger Bucht ist es ein kleiner Fußmarsch. Anfang der 70er dreht die Deva hier den Film die Legende von Paul und Paula. In den Hauptrollen Angelika Domröse und Winfried Glaceda.

Auf einem Kahn haben wir eine Szene gedreht, wo Angelika Domröse und ich im Bett liegen. Und so ein Traum haben, dass alle unsere Verwandten unser Bett mit Blumen bestreuen. Und was zum Schluss in einer Explosion im Feuer aufgeht. Aber wir lassen uns davon nicht sterben. Ich bleib ja bei uns. Ich bleib ja bei uns. Ich bleib ja bei uns. Ich bleib ja bei uns.

Ich bleib ja bei uns. Mensch, ist das heiß. Der Film wird kult. In Erinnerung an die Dreharbeiten wird ein kleiner Weg am Wasser Paul und Paula-Ufer getauft. Ich habe mich gewundert, dass ich nicht eine Winfried Glaceda straß. Nein, es gibt nur einen Paul und Paula-Ufer-Weg. Aber nicht per sonifiziert, habe ich mich beschwert. Dieses privaten Wohnungsbau-Unternehmens haben sie gesagt, sie müssen erst sterben. Na sag ich ja, dann muss es nicht sein. Hey, hey, deinen Drachen. Unser Spaziergang führt uns über die Modersohnbrücke. Eine kurze Verschnaufpause. Berlin-Panorama genießen, dann geht’s weiter. Am Boxi ist es, wie meist, brechend voll. Die einen schön, die anderen machen schon Party.

Man hält mich immer für einen Zivilfahner, wenn ich da unterwegs bin. Deswegen halte ich mich da lieber raus.

Es ist alles total überlaufen. Viele, keine Ahnung, dubiose, komische Cocktail-Läden, wo man bunten, abgefahrene Cocktails kriegt. Nur Touristen da sitzen, aber ich weiß nicht. Irgendwie habe ich immer noch einen Herz für die Gegend. Es geht tatsächlich auch ohne Promille. Am Boxi gibt es die erste alkoholfreie Bar Deutschlands. Wein, Bier und Cocktails genießen, ganz ohne Kater.

Kein Alkohol ist auch keine Lösung. Woran ich immer denke, sind Männer und Getränke. Wo ich immer bin, bin ich eine Säuferin.

Sanna wie …

Mit klarem Kopf geht’s weiter. Platz 13, von der Gedächtnisklöche zum Niedsensee.

3,5 km liegen vor uns, doch erst halten wir hier einen Moment inne.

Wir nehmen die Kantstraße, so etwas wie die kleine Schwester vom Kudam.

Da gibt es Geschäfte, die gibt es nirgendwo sonst. Das sind nicht die Ketten, sondern da sind die Mieten billiger. Da ist mein Lieblings-Strick-Geschäft, wo ich Wolle kaufen kann.

Dann ist sehr schön, dort gibt es einen russischen Buchladen. Ich finde es toll, dass es so was gibt. Die Kantstraße ist eine Genussmeile, ein Restaurant am anderen. Hungern müssen wir hier nicht.

Wenn man so weitergeht, kommt viele asiatische Restaurants von Japaner, bis Vietnamesen, Chinesen. Die schmecken alle so toll. Man kann in jedes reingeben, es schmeckt wunderbar. Die Suppen sind der Renner auf der Kantstraße.

Wir treffen Friseur Hamid Nozretzi. Pause macht er am liebsten vor der Tür. Der laute Straßenlärm stört ihn nicht. Manchmal schläft er kurz ein. Wenn jemand Haare schneiden möchte, weg nicht wieder auf.

Hamid Nozretzi hat keine Angestellten. Er schmeißt den Laden allein. Energie hat er genug und gute Musik auch. Manche nennen ihn Berlins verrücktesten Friseur.

Ich lebe in dieser Musikpraxis. Wenn ich Musik höre, bin ich in meiner Fantasie, in meiner Kreativität.

Und fühle ich mich sehr wohl dabei. Das ist eine Richtung, das ich in der Musik schaffe. Ich habe mich in der Musikpraxis, in der ich lebe, in der ich lebe, in der ich lebe. Ich lebe wohl dabei. Das ist eine Richtung, das ist wie eine Nahrung für mich.

Es kommt öfter vor, dass der Friseur Salon zum Dancefloor wird. Waschen, legen, Spaß haben.

Zum Liezensee ist es nicht mehr weit. Park und See sind ein Ideal mitten in Charlottenburg. Dann ist es ein bisschen zu spät. Das ist ein bisschen zu spät.

Dann ist es wie ein Paradies. Die Kantstraße ist laut, viel Verkehr und so was. Wenn man an den See kommt, hat es etwas wie ein Ausstieg. Aus der Trubeligkeit.

Wir setzen uns einen Moment ans Ufer und vergessen das Berlin drum herum.

Tut gut.

Platz 12 vom Märchenbrunnen. Zur Weberwiese.

Der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain ist ein beliebtes Ziel für Familienausflüge. Die Kinder lieben Froschkönig, Don Röschen und Prinzessin.

Ich lieb den Märchenbrunnen, zumal ich als Kind lange immer Märchen gelesen habe. Bis zu meinem 11. Lebensjahr.

Ich kenne mich auch gut aus. Ich habe mich gefreut, wenn meine Eltern an den Märchenbrunnen gegangen sind. Dann habe ich mir die Gestalten angeguckt.

Ein Ort zum Träumen. Seit über 100 Jahren.

Wir schlendern zum Platz der Vereinten Nationen. Die Hochhäuser sind imposant.

Das ist ja lustig, dass man aus dieser … aus diesem schönen Park dann als Kontrast diese relativ großen Bauten dann plötzlich sieht. Aber genau von dem Kontrast lehlen ja viele in Berlin.

Ende der 60er-Jahre klotzt die DDR hier mächtig ran. Moderne, schicke Wohnungen entstehen. Wer eine bekommt, hat großes Glück.

Im Erdgeschoss serviert Sahari Ivanov auf Spezialitäten aus seinem Heimatland Bulgarien.

Shopska, Salat, Musakka, Eintopf.

Es gibt aber auch deutsche Hausmannskost. Herr Ivanov kennt seine Kunden.

Ich habe so alte Leute, alle alte Gäste. Die sind über 70, 75. Sie kommen einmal pro Woche, aber sie stehen immer auf Deutsch.

Ich kenne, wenn ich ihm sehe, ich sage, der möchte das Schnitzel, oder im Winter. Hast du wieder leckere Eisbanneln?

Man kann hier viel über die Geschichte Berlins lernen. An der Weberwiese steht das erste sozialistische Hochhaus. Ein Bau im neuen Stil. Die junge DDR hat große Pläne.

Unser Spaziergang endet hier. Es geht weiter in Spandau. Platz 11, vom Spandauer Rathaus zur Schleuse.

Wie Spandau? Wir machen eine Sendung über Berlin.

Man neckt sich gern. Der Spandauer mit dem Berliner, eine ewige Rivalität.

Die Altstadt hat sich hübsch gemacht.

Das hat doch was Beschauliches. Aber zum Spazieren gehen ist es genau richtig. Die Gebäude sind schön in Stand gesetzt dort. Auf jeden Fall einen Ausflugwert.

In Spandau geht es gemächlicher zu als anderswo. Nur nicht bei Olaf Pellz. Gleich ist Mittagszeit. Im Fischlokal wird wieder mächtig was los sein. Der Flensburger fühlt sich wohl in Spandau.

Wir haben hier viel Wasser.

Dadurch, dass der Flughafen nicht da ist, ist es immer mehr Menschen, die sich Spandau angucken. Weil hier viel Wasser nah ist. Das ist ein schöner Bezirk. Das Restaurant hat einen ungewöhnlichen Namen. Fisch Frank. Mit seinem Cousin hat er 1986 sein erstes Lokal eröffnet.

Bei der Namensgebung Fisch-Urla führte sich blöd an.

Ich habe auch nie das Bedürfnis, den Namen zu ändern. Ich reagiere inzwischen auf Frank. Er lebt nicht mehr.

Wenn einer Frank ruft, drehe ich mich manchmal auch um. In seinem Restaurant gibt es Fisch aus der Region. Die Ahle bekommt er von einem Fischer aus Tiefwerder.

So, dann guten Appetit. Bitte schön.

Das Ziel unseres Spaziergangs ist schon in Sichtweite. Die Spandauerschleuse. Hier kann man wunderbar Bötchen gucken.

Platz 10. Vom Hohenzollandam zum Grüdesheimer Platz.

Der Hohenzollandam ist eine belebte Verkehrsader-Berlin.

Wir beeilen uns ein bisschen.

Wir sind auf dem Weg zum Schmagen-Dorf. Hier wird viel und garn geheiratet.

Das Rathaus habe ich zweimal geheiratet.

Warum zweimal? Nicht, wie Sie denken. Einmal war ich eine kleine Krabbe, drei Monate alt. Mein Mutter war 1957.

Meine Eltern waren über 50 Jahre verheiratet. Ich habe dort auch geheiratet. Ich schaffe jetzt nicht mehr.

Für viele Berliner Paare ist Schmagen-Dorf der schönste Ort. 1955 geben sich Helga und Bubi Scholz das Jahrwort. Der umschwärmte Boxer ist nun vergeben.

Hochzeitstermine in Schmagen-Dorf sind begehrt. Auch für Sarah und Markus Zissmann aus Stegels musste es unbedingt dieses Standesamt sein. Ihre Trauzeugin hat hier schon geheiratet. Wir haben uns mehrere Standesämter in Berlin angeschaut. Wir fanden das hier wirklich als das Schönste.

Der große Moment.

Herzlich willkommen. Sylvia Bränke ist seit 40 Jahren Standesbarn. Über 10.000 Ehen hat sie geschlossen. Derzeit gut 18 Hochzeiten pro Woche. Sie hat schon ein paar Jahre lang den Standesamt gefeiert. Inzwischen sind kaum noch kirchliche Zeremonien. Manche nehmen sich noch einen freien Redner. Aber es meiste spielt sich im Standesamt ab. Man möchte dann möglichst viele von den Freunden und Verwandten schon mal dabei haben. Hochzeit ist zum Event geworden.

Seit ein paar Jahren dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten. In Schmagen-Dorf ist das längst Normalität. Wollen Sie die Ehe eingehen mit Thomas Mike Kühnel?

Und auch Sie bitte mit Ja. Ja.

Dass ich hinterher so viel erleben durfte, was innovative Ehe-Schließungen angeht, das hätte ich mir früher nicht träumen lassen.

Wenn die Hochzeitsgesellschaften aus dem Rathaus kommen, bleiben Spaziergänger gern stehen.

Wir spazieren weiter zum Rüdesheimer Platz. Hier gibt es guten Wein. Das Weinfest auf den Rüdi hat eine lange Tradition. Freie Plätze gibt’s selten.

Platz 9.

Von der Greenwich-Pominade in den Teckler Forst.

Wir haben uns mit Derg Elad zum Spaziergang verabredet. Der Natur- und Wildtier-Experte nimmt uns mit auf eine Tour rund um den Teckler See.

Los geht’s an der Greenwich-Pominade.

Das Schöne im Teckler Hafenbecken kann man die Vögel ganz nah beobachten. Hier sind das Höckerschwene, Stockenten, Mandarinenenten und auch Kanada-Gänse. Der Name sagt das schon, die sind eigentlich in Kanada zu Hause. Sie sind aber hier seit etwa der Mitte der 80er-Jahre in Berlin auch im Freiland zu sehen.

Von hier konnten sie sich ausbreiten. Heute sind es Hunderte von Kanada-Gänzen in Berlin. Im Hafen liegt die Mobbi-Dick. Jede Berlinerin und jeder Berliner hat das riesige Schiff schon mal über die Havel fahren sehen.

Wenn Ihnen dieses See ungeheuert bei einer Havel-Party begegnet, brauchen Sie keinen Schreck zu bekommen. Es ist das neuste Schiff der Stern- und Kralschifahrt, der die Schütz der Frau des Regierenden Bürgermeisters getauft wurde.

Ich traue dich auf den Namen Mobbi-Dick und wünsche dir allzeit gute Fahrt.

Die Säckflasche, die am Bug zerschellen sollte, fiel jedoch unprogrammgemäß ins Wasser.

Jedes Kind ist mal mit Mobbi-Dick gefahren auch. Natürlich, jedes Kind. Da kommt man als Mutter gar nicht dran vorbei. Natürlich habe ich das gemacht.

Das war ja noch ganz genau das Öre, dass wir dachten, wau, ein Wahlfisch als Schiff verkleidet. Travestie, sagt ihr, es geht immer weiter.

Unsere Hute führt vorbei an einer legendären Brücke.

Sechser Brücke, nennt sie der Volksmund. Früher musste man hier einen Wegezoll zahlen, fünffällig. Das Geldstück wurde aber Sechser genannt.

Musik

Mein Vater hat noch gesagt, willst du ein Sechser? Oder hast du einen Sechser? Ich habe immer gedacht, wieso meint der fünffällige Sechser? Aber das war damals auch lustigerweise noch wie Geld. Als ich klein war, hat eine Busfahrt 50 fällig gekostet.

Derke Elad führt uns zur Dicken-Marie. Eine riesige Eiche, die hier steht. Der älteste Baum Berlins. Um die 800 Jahre soll die Eiche alt sein.

Den Namen Dicke Marie haben ihr die Brüder Humboldt verpasst.

Wir wissen, dass die Brüder von Humboldt, die hier gleich nebenan im Schorstegel gewohnt haben, bereits an diesem Baum gespielt haben. Und zwar sehr oft, das war ein Spielgerät für die damals.

Weil sie eine Köchin hatten, die sehr dick beleibt war, und Marie hieß, nimmt man heute an, dass dadurch der Name entstanden ist, dass sie nicht mal zu Dicken Marie spielen.

In Tegel kann man gut Tiere und Natur entdecken. Danke, Derke Elad.

Weiter geht’s mit Platz acht. Einmal um den Schlachtensee. Der Schlachtensee ist ja das Mittelmeer des kleinen Mannes. Er ist bis zum Wannsee nicht geschafft hat,

aber er hat sich nicht mehr geblieben. Der Schlachtensee soll der sauberste See Berlins sein. Der amerikanische Fernsehsender CNN kürzte ihn kürzlich zu einem der 20 schönsten Orte zum Schwimmen auf der ganzen Welt.

Schlachtensee habe ich mir nach Mauerfall sehr gut erobert. Schon mit Bötchen gerudert.

Ich liebe es dort zu sein. Ich mag es, und da gehe ich auch sogar schwimmen. Als ich doof fand, dass die Ufer waren keine Strände, sondern da warst du sofort mit den Füßen in dem Erdschlamm. Und gerade warst du noch frisch abgekühlt vom heißen Wetter. Da wollte du raus, und dann waren die Füße schmaddereig. Da fand ich immer nicht so schön. Da kann man dann hier ein bisschen den Sand aufschritten.

Der Rundweg um den See lädt zum Spazieren ein. 5 km, die gut in die Beine gehen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Pause zu machen. Die eine ist, der Mann setzt sich ins Ruderboot und rudert los. Man setzt sich daneben und lässt sich treiben. Man kann da nicht ganz billig, aber sehr schön Ruderboot im Mieten. Im Frühlingssommer und Herbst. Das ist direkt vor der Fischerhütte. Da gibt es tatsächlich so ein Biergarten und da Apfelschorle oder fast Brause. Pause machen, wunderschön. Unter Mende der Straße steht sein Haus am See.

Eine kleine Pause haben wir uns verdient.

Dann kann es weitergehen.

Die schönsten Berliner Stadtspaziergänge. Auf Platz 7, von der Siegesäule zum Rathaus. Der Spaziergang beginnt an einem Wahrzeichen. Den Spitznamen kennt jeder, oder?

Goldelse? Bingo! Das ist ein Quiz hier.

An der Goldelse startet unser Spaziergang. Wir schlendern durch den Tiergarten früher ein Jagdrevier. Heute ein Volkspark für alle. Wir haben ein Tiergarten. Wir sind in der Goldelse. Wir haben heute ein Volkspark für alle.

Wir Berliner nennen unseren Tiergarten die Grünelunge.

Das ist wirklich so. Der ist so groß und so verzweigt. Man findet immer einen Platz, wo man auch Ruhe haben kann.

Tiergarten-Fan, auf jeden Fall, hat da auch schon auf den Wiesen rumgelegen.

Ich habe mir gedacht, mit einem Freund mal so geknutscht, früher heimlich so versteckt.

Nicht nur Liebespaare tummeln sich hier. Darf ich bekannt machen? Sein Name ist Hase, er weiß von nichts.

Er und seine Artgenossen wissen freilich nichts von den Sorgen, wie sie Gartenbauämtern, Bauern und Förstern durch ihre horrende Gefressigkeit bereiten.

Das ist eine Ramla.

Am Ufer der Spree lädt das Haus der Kulturen der Welt zum Besuch ein.

Das ist ein super spannender Ort geworden. Sowohl für Ausstellungen als auch für Musikfestivals. Da habe ich schon viele hervorragend kuratierte Festivals-Ausstellungen gesehen.

Abends stellt sich hier eine besondere Stimmung ein.

Wir erreichen das Regierungsviertel. Die innovativen Bauten sind ein Touristenmagnet.

Vom Wasser, aber auch vom Wegesrand.

Ich finde es super, da hat sich Berlin was getraut.

Ich bin sehr für gewagte Architektur.

Man hat dort sehr gut das Alte mit dem neuen verbunden.

Im Regierungsviertel endet unser Spaziergang. Am Reichstag sind lange Schlangen Normalität. Jede Berlinerin und jeder Berliner dürfte schon einmal in der Glaskuppel gewesen sein. Wir waren es auch schon und genießen daher den Abend von unten.

Das war es. Platz 6. Vom Urbahnhafen zum Maibach-Ufer. Am Landwehrkanal entlang.

Vom Urbahnhafen zum Maibach-Ufer ist eine meiner Standardstrecken. Der Kanal hat für mich so eine sehr beruhigende Wirkung. Das hat er. Es ist so, dass ich dort sehr gerne nachdenke und sehr gerne auch mit Freunden spazieren gehe, um übers Leben nachzudenken, eigene Probleme zu wälzen, neue Anträge zu bekommen. Hunderte Berlinerinnen und Berliner kommen jeden Abend zum Landwehrkanal. Wenn im Urbahnhafen die Schwäne schlafen, sind viele Menschen. Das ist ein sehr guter Ort. In dem Urbahnhafen die Schwäne schlafen, sind viele Menschen noch wach. Das finde ich immer im Sommer total liebenswert. Da ist das ganze Urvern so ein Boulevard der Jugend. Selbst an den engsten, steilsten Hangen im Wasser sind noch ein paar Leute gequetscht. Da sitzen da zusammen und genießen die Aussicht aufs Wasser. Ein sehr schöner Ort im Sommer.

So schön kann Kreuzberg sein.

Schauen Sie mal.

Die Ankerklausel an der Kotbusser Brücke ist eine Kultkneipe. Immer rappelvoll.

Tolle Barkeeperin, mit denen ich auch meine Privatprobleme besprechen konnte, wo man draußen saß. Die Boote sind vorbeigestickert.

Zweimal in der Woche ist Markt am Maibach-Ufer. Hier gibt es alles. Obst, Gemüse und viele Menschen.

Berlin zu Fuß entdecken. Es geht weiter im Prenzlauer Berg, Platz 5. Vom Helmholzplatz zum Kölwitzplatz. Ein Kilometer Hotspot.

Das ist eine Ecke, wo man die Wandlung Berlins wunderbar ablesen kann. Das interessiert mich am meisten. Von einer sehr runtergekommenen Gegend, nach der Wende, zu einer sehr stark aufgewetteten Gegend.

Mitte der 80er sieht es am Helmholzplatz noch so aus. Das Westfernsehen ist im Kiez. Das ist hier die Einzige Bank. Oben haben wir nur den Freibinkel. Also, vier Bänke sind für den Helmholzplatz. Wer legen sie mal? Für Prenzlauer Berg, wo alles so ganz alte Deutel ist. Da wird aber keiner an uns denken. Davon geht die Welt nicht unterscheiden. Sie oftmals grau. Dann würde.

Ältere Damen leben hier kaum noch. Dafür viele meist süddeutsche Familien. Mir ist es zu schwebisch. Manchmal muss ich ganz offen als Berlinerin sagen, ich klingt ganz toll. Aber es sind sehr viele reiche Leute. Wenn Sie wissen, wie Prenzlauer Berg früher war, direkt nach der Wende, da wohnten noch die ganzen Künstler dort.

Seit 28 Jahren webt der Schauspieler Stipe Erdschek am Platz.

Er ist ein zweites Wohnzimmer. Wir haben uns mit Stipe verabredet.

Auf diesem Basketballkorb schaffe ich sogar einen Dank. Weil der Meter sogar mit dem … Na ja, klar. Das willst du sehen. Oh, fuck it, dieser ist schwer.

Das ist noch auf, ich glaube.

Das ist alles.

Also, ist immer was los. Die Fernsehzuschauer kennen ihn aus dem Abendkrimi. Oft muss er den Bösen spielen. Jetzt geht’s Kaffee trinken in die Schlimannstraße. Ich kenn alle Cafés hier. Nicht nur in diesem Kitz, sondern ein bisschen weiter.

Da lässt er uns rein.

Dann können wir aufhören, das ist Brian. Hallo. Where is my mind?

Das ist Mila.

Das erste ist, ich geh hier hin, nehme diese drei Pfeile,

dann schweiß ich erst mal.

Double … Triple, Triple, 20. Ist immer mal drin.

Guck mal, voll daneben.

Voll daneben, und dann ärgere ich mich. Dann sag ich, mein Tag wird scheiße. Brian, mach mir ein Kaffee.

Also, mach mal ein Kaffee. Der, dene Brian Larsen restauriert in seiner Werkstatt nicht nur Kaffee-Röster, er macht auch den besten Espresso im ganzen Kitz.

Wir laufen Richtung Kolvitzplatz. Wie der Helmi hat sich der Platz verändert. Doch Stiepe liebt seinen Kitz noch immer.

Berlin ist eine Großstadt. Wenn man in Prenzlauberg anschaut, das ist auch noch dörflich. Das heißt, du hast die Vorzüge an einer Großstadt. Aber auch empfinde ich dich nicht mehr ganz so, wie vor 20 Jahren, aber es ist trotzdem noch dörflich.

Wir haben uns von Stiepe verabschiedet. Etwas Ruhe kehrt ein am Kolvitzplatz. Früher waren solche Momente nicht zu denken.

Platz 4 von der Bergmannstraße in den Gräfekitz.

Die Bergmannstraße ist ja gar nicht so viel anders als die Kasanienallee, nur eben so die Kreuzberger Ausgabe. Es ist ja nicht so, dass das jetzt das Ärmste ist. Das ist ja nicht so, dass das jetzt das Erntritte ist. Das ist ja nicht so, dass das jetzt das Erntritte ist.

Das ist ja nicht so, dass das jetzt das Erntritte ist. Das ist ja auch eine hohe Kreuzberg. Die Kreuzberg ist nicht so mühsam, sondern das ist das besser betufte Kreuzberg, wo die Wohnungen genauso teuer sind wie in anderen Teilen der Stadt. Das ist eine klassische Flaniermeile.

Gute 1,5 Kilometer kann man die Bergmannstraße entlangflanieren. Die alte Markthalle ist renoviert und schick. Schon über 130 Jahre werden hier Lebensmittel

zusammen kaufen, sich zusammen raufen. Internationales Publikum. Wo soll es denn da Probleme geben? Hier haben wir uns zusammen, jahrelang sehen wir, Berliner und mit türkischer Freund. Kein Problem. Und Arabisch, ohne dabei. Alle zusammen.

Hier die Halle ist das beste Kreuzberg. Hier treffen wir uns alle jeden Tag zur Mittagspause. Ich bin auf einem anderen Revier von oben,

wo wir uns mit den Leuten, die dort in ihren Läden sind und was anbieten, ziemlich schnell auch ins Gespräch. Man kann sich dahin setzen, Leute kommen vorbei und sagen, Mensch, hier ist noch Platz. Man hat eine Unterhaltung, während man Mittag ist. Das ist schon eine schöne Atmosphäre in der Halle.

Wir spazieren über den Südstern in den Gräfelkitz. Irgendwie ist die Welt hier auch noch in Ordnung. Der Gräfelkitz war, glaube ich, eine der ersten Kiez, in denen ich mich total verliebt hatte, als ich in Berlin war.

Natalia Giordano aus Genoa verführt in ihrer Pastizieria Spaziergängerinnen und Spaziergänger erst mal zum Naschen. Cremetörtchen, Petifurs und Macron. Hauptsache Südstern.

Die Leckereien backt Konditormeisterin Chie Takiyoshi aus dem japanischen Osaka.

Ich sage, Chie mag alles. Und ich bin eine Hilfe.

Hier ist die richtige, noch eine richtige, richtige, richtige Konditormeisterin. Ich bin eine Konditormeisterin, die ich in der Kondition in der Halle verliebt habe. Ich habe die Kondition in der Halle verliebt, die Kondition in der Halle verliebt habe. Ich bin eine richtige, richtige Konditorin.

Sie ist der Boss.

Natalia Giordano schäkert gern. Sie ist der Boss. In der Backstube ist es Chie. Sie entwickelt oft neue Kreationen.

Wenn ich neue Desserten entwickle, dann sollte ich das mal probieren.

Sonst nasse ich nicht mehr gleiche Kuchen.

Ich habe ein bisschen mehr.

Berlin ist schönste Routen für einen Spaziergang. Hier kommt unsere Top 3.

Platz 3 vom Brandenburger Tor.

Wir starten am Pariser Platz.

Auf die Idee sind wir nicht allein gekommen.

54, 55, 56, 57, 58, 59, 60. Und 60 Meter breit.

Möchten Sie diese Straße ein bisschen näher kennenlernen?

Das ist für mich die schönste Straße zum Planieren.

Ich kriege immer ein erhebendes Gefühl, wenn ich da langlaufe. Die Straße hat ein besonderes Flair. Es ist monumental. Es ist auch viel Geschichte drin. Es ist traumhaft schön.

Ein historisches Gebäude neben dem anderen. Geschichte, wohin man schaut. Unter den Linden steht die älteste Universität der Stadt. Die Humboldt-Universität.

Es ist eine schöne Route, weil es mich erinnert, dass ich meine Frau, als sie noch vor 50 Jahren studiert hat, an der Humboldt-Universität, sie manchmal abgeholt habe.

Auf dem Bebelplatz schräg gegenüber gibt es im Sommer die Open-Air-Reihe Staatsoper für alle. Genuss für umsonst und draußen.

Ich war immer bei Staatsoper für alle. Seine Stimmung, herrlich. Die Leute kommen manchmal schon morgens um 10 Uhr, obwohl es erst nachmittags anfängt, um sich die besten Plätze zu sichern.

Ein besonderes Erlebnis.

In der Karl-Diebknecht-Straße stehen Schlagerfälzschlange.

In der Hafenbar laufen Wolfgang Petri, Udo Jürgens und Reinhard May.

In der Hafenbar wird deutscher Schlager gefeiert, wie früher. Roland Kaiser rauf und runter und dann noch schräger. Die Hafenbar ist weder ein Hafen, klar, bar ist, weil es gibt viel Bier. Absoluter Geheimtipp, wenn man Schlager mag. Wenn man Schlager mag.

Am Alex endet unser Spaziergang. Fernsehturm, Brunnen, Vögel schauen. Hier kann man den ganzen Tag verbringen. Platz 2, rund um die Altstadt Köpenick.

Es ist alles wie eine eigene Stadt, finde ich, als Außenstehende. Aber es ist sehr schön dort. Italisch, traumhaft, Wasser.

Für viele ist Köpenick mit seinen Seen und Wäldern wie Urlaub. Wir schlendern durch die Altstadt. Rathaus und Hauptmann sind berühmt. Das Barockschloss ein Hingucker und einen Besuch wert. Ich habe sogar in der Schlosskapelle mal eine Hochzeit, eine Trauung gemacht. Das Brautpaar hatte den Ungericht. Das ist ein Brunnen-Straße. Das ist ein Brunnen-Straße. Die hat ein Brunnen-Straße gemacht. Das Brautpaar hatte den Musikwünsch. Nothing Else Matters von Metallica. Herr Höner, meinen Sie, dass der Organist das hinbekommt? Es verlangt, den Organisten davon zu überzeugen, dass der Organist nichts auf der Orgel zu spielen. Aber er hat es gemacht.

Im Sommer lohnt ein Ausflug nach Köpenick besonders. Einmal im Jahr treffen sich die Berliner zu einem festem Umzug in Köpenick. Zum Köpenicker Sommer.

Natürlich spielt auch der berühmte Hauptmann von Köpenick nicht. Die Gares wieht auf mein Kommando.

Im Festumzug fährt die historische Straßenbahn mit. Bis heute werden die Wagen in Köpenick in Schuss gehalten.

Der Betriebshof in der Wendenschlossstraße ist Treffpunkt für die Freunde historischer Bahnen.

Hartmut Grösche ist Vorsitzender eines Denkmalpflegefeins. Für kleine und große Bahnfans werden regelmäßig Fahrten in den historischen Wagen angeboten.

Heute ist er mit Lotte unterwegs, einem Wagen von 1910. Einmal durch Köpenick.

Hartmut Grösche hat als 18-Jähriger bei den Ostberliner Verkehrsbetrieben angefangen. Das hängt damit zusammen, dass ich nie mit dem Auto als Kind gefahren bin. Meine Mutter hatte keinen Auto, wir sind immer mit den Nahverkehrsmitteln gefahren.

Ich hatte die Freude am Nahverkehr, in dem Sinne an die Straßenbahn, weil ich damit als Kind und später in die Schule gefahren bin.

Im Straßenbahndepot warten die Vereinsmitglieder viele historische Straßenbahnen. Alles Männer.

Ihre Hauptaufgabe, die Wagen regelmäßig reinigen.

Ich habe die Wagen nicht in die Wagen gefahren, sondern die Wagen glänzen. Wir können es uns nicht leisten, mit Rettchenfenstern zu fahren. Wo die Fetttapsen der Kinderfinger von der letzten Ausstellung zu sehen sind. Das ist eine unserer Hauptbeschäfts-Jungen. Die schönsten Routen. Die Wagen sind sehr gut. Die schönsten Routen für einen Spaziergang.

Unser Platz 1.

Ein Spaziergang rund ums Scheunenviertel. Ich gehe mal davon aus, dass da früher irgendwelche Scheunen waren.

Für wem jetzt?

Ich weiß nicht, muss ich passen.

Warum heißt es so? Im Viertel um die Berliner Volksbühne gab es einst 27 riesige Scheunen.

Hier wurde Getreide gelagert.

Der ganze Kiez ist hip geworden. In keinen Stadtführer fehlen Scheunenviertel und Spandauer vorstatt. Es gibt viele Boutiken zum Geld ausgeben.

Das ist immer die Ecke, in die ich gehe, wenn ich mir vornehme zu shoppen und mir was Kaufen will. Aber frustriert darüber bin, dass in diesen Hipster-Leden alles teuer ist.

Im Karre lebten viele jüdische Einwohnerinnen und Einwohner. Als im September 1866 die Synagoge an der Oranienburger Straße eingeweiht wurde, sind Tausende dabei.

Der Scheunenviertel war damals der Ort, wo sehr viele jüdische Menschen aus den Ostgebieten,

die gewohnt haben. Wenn ich heute durch Scheunenviertel gehe, dann bleibe ich an jedem Haus stehen und gucke mir unten die Stolpersteine an. Ein Spaziergang rund ums Scheunenviertel. Unser Platz 1.

Ich glaube, dass jede Stadt auch so eine Seele hat. Eine Seele, um die kennenzulernen, das gilt auch für eine menschliche Seele. Für die braucht man Zeit und Langsamkeit. Die geht nicht schnell. Da spazieren gehen, finde ich, der beste Weg.

30 schöne Routen für Stadtspaziergänger haben wir ihnen vorgestellt. Und wohin geht es morgen bei ihnen?

So, das war es schon. Das kann doch nicht wahr sein. Sind denn 5 Stunden schon vorbei?

Aber 90 Minuten?

Das waren unsere 30 Spaziergänge durch die Hauptstadt.“

Wandern bis in den Himmel 🌈