Schlagwort-Archiv: 2025

Chemnitz 2026: Eine Stadt in der Rehabilitation – Mein großes Resümee

Eine Woche Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 – nach Abstand im Rückblick. Was als klassischer Reisebericht über Industriekultur und Architektur begann, entwickelte sich zu einer Reise in die Tiefe einer Stadtseele, die zwischen Stolz, Trauma und Aufbruch schwankt.

Wenn man die offiziellen Hochglanz-Broschüren des „Brückenjahres 2026“ und die bürokratischen „Legacy-Rahmenpläne“ aus dem Rathaus beiseitelegt, findet man eine Stadt, die sich in einer schmerzhaften, aber faszinierenden Rehabilitation befindet.

Das Drama hinter den Kulissen: Die Tragödie des Schauspielhauses

Brandstiftung und Bühnenverbot: Das Erbe von 1976

Einer der wohl bewegendsten Aspekte meiner Recherche ist das Schicksal des Chemnitzer Schauspiels. Es ist eine Geschichte, die fast wie ein Krimi klingt: 1976 brannte das alte Schauspielhaus unter mysteriösen Umständen fast vollständig aus – nur kurz vor der Premiere des umstrittenen Stücks „Tinka“ von Volker Braun. Brandstiftung wurde vermutet, bewiesen wurde sie nie.
Als ich mit Gemini zu dieser Geschichte in die Stasi-Akten sah, wurde mir ganz komisch.

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Chemnitz zwischen Schloss, Strand und Lost Places: Das große Finale (Tag 5)

Freitag, der 30. Mai 2025 markiert den Endspurt meiner Reise durch die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Ein lachendes und ein weinendes Auge begleiten mich heute: Kaiserwetter über Sachsen, aber auch der Abschied steht bevor.

Da das Hutfestival die Stadt flutet, war an eine Buchungsverlängerung im Kongresshotel nicht zu denken. Also: Gepäck an die Rezeption und ab auf die „Große Acht“ – eine Tour, die mich einmal nach Norden zum Schloss und einmal tief in den industriellen Süden führen wird.

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Der Norden: Bronze-Kunst und industrielle Rätsel

Mein Weg führt mich zuerst zum ehrwürdigen Stadtbad. Ein Prachtbau, der nicht nur Badelustige anzieht. In der Eingangshalle stößt man auf ein faszinierendes Metallgebilde.

Chemnitz 2025 ist nicht nur eine Reise, sondern auch eine Rückkehr zu den Wurzeln der Stadt.

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Chemnitz wechselhaft: Industriekultur, US-Träume und ein böhmischer Geburtstag

Der 28. Mai 2025 zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Statt einer langen Wanderung steht heute das Industriemuseum Chemnitz im Fokus meiner Reise durch die Kulturhauptstadt. Ein passender Rahmen, denn es gibt heute auch einen Geburtstag zu feiern…

Das Gedächtnis der Stadt: Das Industriemuseum

Schon der Weg dorthin ist Chemnitz pur. Auf dem Weg zur Tramlinie 1 grüßt der „Nischel“ – das monumentale Karl-Marx-Monument – durch den Regenschleier.

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Nur zehn Minuten Fahrt später stehe ich vor der gewaltigen, ehemaligen Gießereihalle an der Zwickauer Straße. Für 10 Euro Eintritt betritt man hier nicht nur ein Gebäude, sondern das schlagende Herz der sächsischen Industriegeschichte. Chemnitz wechselhaft: Industriekultur, US-Träume und ein böhmischer Geburtstag weiterlesen

Von der „Bazillenröhre“ zur Urban Gallery: Chemnitz’ hellstes Geheimnis

Manche Orte tragen ihren Ruf wie eine schwere Last. In Chemnitz war dieser Ort über Jahrzehnte die rund 230 Meter lange Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof, die das Zentrum mit dem Sonnenberg verbindet. Ihr Name im Volksmund: „Bazillenröhre“. Ein Begriff, der nach Feuchtigkeit, Dunkelheit und einem Ort klang, den man nach Einbruch der Dämmerung lieber mied.

Wer die ganze Route sucht: Dieser Tunnel auf der Route der großen Stadtwanderung „3000 Garagen“ Und neu: Alternativ kannst du einige Screenshots direkt im Beitrag anklicken und entspannt durch die kleine Lightbox-Galerie klicken.

3 Millionen Euro gegen das Schmuddelimage

Doch im Zuge der Stadtentwicklung – und mit dem Rückenwind der Kulturhauptstadt 2025 – hat Chemnitz hier ein städtebauliches Ausrufezeichen gesetzt. Rund drei Millionen Euro flossen in die Sanierung des längsten Fußgängertunnels der Stadt.

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Chemnitz Tag 1: Zwischen Bronzegiganten, Zylindern und Industriekultur

Der Weg in die ehemalige Kulturhauptstadt 2025 beginnt mit einer Lektion in Entschleunigung. Mit dem D-Ticket geht es im RE17 und der RB 45 über Elsterwerda nach Chemnitz.

Wer hier am Hauptbahnhof aussteigt, betritt eine Stadt, deren Architektur wie ein offenes Geschichtsbuch wirkt – man muss nur wissen, wie man die Seiten liest.

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Der Philosoph mit Zylinder: Surrealer Empfang am „Nischel“

Vom Bahnhof führt der Weg direkt in die monumentale Brückenstraße. Hier steht er, der „Nischel“: die über 40 Tonnen schwere Bronzebüste von Karl Marx. Ein Geschenk der UdSSR aus dem Jahr 1971.

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Stadtwanderung Chemnitz: Wunderbare Street-Art, Pinguine, History & Moderne

Donnerstag, 29. Mai 2025. Nach dem Regentag gestern sieht das Wetter heute wieder vielversprechend aus – und tatsächlich begleitet mich die Sonne wunderbar bis zum Abend.

Mein Plan für den heutigen Tag: Eine 11 Kilometer lange Stadtwanderung vom Zentrum durch das kreative Brühl-Viertel, vorbei an der Hochkultur des Theaterplatzes bis hinauf auf den architektonisch glänzenden Kaßberg. Die Route inklusive aller Highlights findet ihr unten auf der eingebetteten Komoot-Karte zum Nachwandern.

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Der Tag beginnt wieder mit neugierigen Teleblicken aus der 12. Etage „meines“ Kongress-Hotels.
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3000 Garagen in Chemnitz: Entdeckungstour durch die heimlichen Wohnzimmer

Chemnitz war erfolgreich die Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2025. Doch wer bei diesem Titel nur an Opernhäuser und Museen dachte, machte die Rechnung ohne den rauen, ehrlichen Charme dieser Stadt. Eines der zentralen Flagship-Projekte hieß schlicht und ergreifend: #3000Garagen.

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Warum ausgerechnet Garagen?

In Ostdeutschland, und speziell in Chemnitz mit seinen rund 30.000 Exemplaren, sind das eben keine simplen Abstellkammern für Autos. Zu DDR-Zeiten, als Wohnraum knapp und Material Mangelware war, wurden diese Höfe in Eigenleistung hochgezogen.

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Mit dem eMTB durch Berlin Südwest. Und Spurensuche an der Neuen Hakeburg

Es war einer dieser goldenen Herbsttage am 25. November 2025, an denen man einfach aufs Rad steigen muss. Das Ziel für diese eMountainbike-Tour stand schon lange fest: eine Wiederkehr zur Neuen Hakeburg. Seit unseren alten „Lost Place“-Wanderzeiten übt dieses Areal eine magische Anziehungskraft aus. Doch was ist aus dem verlassenen Gemäuer geworden, seitdem dort ein massives Luxus-Umbauprojekt gestartet ist?


Siehe auch die neuzeitliche Geschichte
und Hintergrundwissen zur Hakeburg:
Neue Hakeburg: Aus einem Lost Place absolutes High-End-Betongold machen


Der grobe Plan stand, die Route im Mapy.cz war geladen – und erfreulicherweise bin ich am Ende sogar nur minimal von der Route abgekommen. 😉

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Projekt abgeschlossen: Unsere Spree-Wanderungen 2025 in Berlin

Auf fünf Tageswanderungen, die wir je nach Lust und Laune und Wetter gemacht haben, sind wir von Erkner in Brandenburg bis zur Mündung in die Havel in Spandau gewandert.

Immer entlang des schöneren, möglichst grünen „Strand“ am Ufer der Spree. Das klappt natürlich nicht immer. Wir sind in der Großstadt, auf dem Stadtgebiet von Berlin!

Hier ist das Doku-Material mit Tracks, Routen, Bilderalben…

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BERLIN: Kleiner Speed Hike durch 10 Weihnachtsmärkte an einem Abend

BERLIN. Ausgerechnet am Einkaufs-Samstag vor dem 4. Advent 2025. Wir werden noch sehen – die ganze Stadt scheint ein einziger Weihnachtsmarkt zu sein. Und die Leute scheinen verrückt danach.

Im touristischen Zentrum sind viele ausländische Gäste unterwegs. Glühwein bleibt wohl eher den Berlinern vorbehalten. Fast durchgehend beträgt der Einheitspreis 5 Euro – plus Pfand. Immerhin sind die Pappbecher zugunsten schöner Gläser oder Trinkkrüge verschwunden.

Wir hatten uns eine kleine „Marsch“-Route (10 km) zu 10 Weihnachtsmärkten ausgedacht, die wir in der Blauen Stunde im Tiergarten starteten und und am Alexanderplatz enden ließen.

Geplant waren etwa vier Stunden, ab 17 bis 21 Uhr, es wurden fünf Stunden und wir waren rechtzeitig eine halbe Stunde vor Marktschluss um 22 Uhr am Ziel – der Eislaufbahn am Neptunbrunnen.


Xmas Märkte 2025 Collage
Xmas Märkte 2025 Collage – Klick für eine Großansicht

Inzwischen sind auch die Fotos entwickelt
und hier mit Bildtexten versehen in der Cloud zu sehen.


Also es war eine Stadtwanderung ohne ziellose Bummelei, ohne aufhaltende Stopps an Glühweinständen. Ersatzweise hatten wir weinhaltige Heißgetränke in der Thermosflasche dabei. Pausen dafür waren eingeplant.

Hier ist unsere Liste der angesteuerten kleinen und großen, teils weniger bekannten Weihnachtsmärkte, gefolgt von einem Link zum Komoot-Track:

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