Nach dem schönen 9-€-Sommer 2022 sind wir nun also für 49 Euronen dauerhaft unterwegs. Vielleicht wird es nicht ganz so voll in den Regios. Nach 59 sind wir 2026 nun also bei 63 für das D-Ticket angekommen. Man muss halt nachrechnen.
Pünktliche Bahn, strahlender Sonnenschein und nur 15 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof-Westausgang: Der Trip zum Zoo Leipzig beginnt mit einem logistischen Volltreffer. Aber hält der Zoo auch das Versprechen, der „schönste Deutschlands“ zu sein? Ich habe den Check gemacht – vom Business-Zentrum bis tief in den Gondwana-Urwald.
Ankunft: Architektur trifft Business
Schon der Weg ist Teil der Inszenierung. Vorbei am Löhrs Carré und der Sparkassen-Zentrale überqueren wir die Parthe. Dann steht man vor diesem markanten Kontrast am Eingang: Die historische Kongresshalle auf der einen Seite, das preisgekrönte Parkhaus mit Bambus-Fassade auf der anderen. Ein echtes Statement für eine Stadt, die Moderne und Tradition gern zusammenbringt.
CHECK. Tagesausflug nach Magdeburg – zur „Otto“-Stadt.
An einem schönen Spätsommertag im September 2024 kurzfristig mit dem RE 1 der ODEG nach Sachsen-Anhalt. Eine gute Stunde pünktliche Bahnfahrt war schon fast eine Erholung.
Tickets für beide geplanten Events bekamen wir mitten in der Woche ohne anzustehen in der Touristen-Info, zehn Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Kurzes Fazit:
Der Ausflug war dann insgesamt nur so halb mega. Banksy lohnenswert für Neugierige, aber Audio-Guide nutzen! Die beiden menschlichen Guides der Stadtrundfahrt und durch Hundertwassers Zitadelle waren zu sehr selbstverliebt in ihre Referatstexte, die sie routiniert abspulten.
Magdeburg, Dessau und Halle liegen ja zeitlich noch machbar für einen Tagesausflug mit dem Deutschlandticket in der Nähe von Berlin.
Dabei ist auch Magdeburg mit der Ausstellung: „Banksy – a vandal turned idol“, die läuft noch bis zum 10. November 2024 in der kürzlich wieder eröffneten die erste Ausstellung in der wiedereröffneten „Hyparschale“.
Am Montag, den 27. Mai ging’s tatsächlich los. Zwei Übernachtungsorte sind gebucht – in Dranske und Binz. Die 250 km Route habe ich gedrittelt. Das Wetter wird nicht mega sein, Regenschutz muss mit.
Kurzes Videobeispiel aus dem Fotoalbum. „Route 2 – ab Dranske zur Steilküste durchschlagen“. Orbit 360 sucht Offroad Tracks 🤣 – der Weg ist aber eher selten so:
Kurz-Fazit
Die erste Übernachtung in Dranske – im netten „Café Sahne“, Frau Artmer vermietet auch Zimmer. Nicht so einfach, in der Ferienregion etwas nur für eine Nacht zu bekommen. Kein Camping-Kram dabei. Minimal-Gepäck.
Ein Sonderangebot im riesigen IFA Hotel in Binz. Jetzt in der Vorsaison bei weitem nicht ausgebucht – und deswegen preiswerter als das Café Sahne in Dranske.
Ich hatte die Tour folgendermaßen gedrittelt – und das war gut so – ab/an Stralsund Hbf sind es insgesamt ca 260 km. „Live“ synchronisierte ich die Handy Fotos in vorbereitete Cloud-Alben:
Wir waren am 23. Mai 2024 spontan geplant unterwegs nach Doberlug-Kirchhain (und Lugau nebenan). Dort haben Klubgründer Alexander Kühne und die Fotografen Frank Kiesewetter und Henri Manigk sowie weitere Klubmitglieder und eine tolle Ausstellung unterm Dach des Schlossmuseum aufgebaut – die da heißt:
„Die große Welt ist da, wo wir sind – Der Jugendclub Extrem 1984 bis 1994“.
Die Ausstellung läuft vom 17. Mai bis 7. Oktober 2024. Und to Go gibt es einen wunderbaren Bildband zur Geschichte des Clubs und einen Roman des Lugauers und Clubgründers Alexander Kühne.
Ich habe mit Erlaubnis des Museums einige „Fotokopien“ gemacht. Zum Dank verbunden mit einer eindringlichen Besuchsempfehlung. Die Bilder sind hier betextet in diesem Fotoalbum in meiner Cloud zu sehen:
Jugendclub Extrem Ausstellung – Click zum Fotoalbum u. a. mit einer Großansicht dieser Collage
Ein Kurz-Trip mit dem Bio-Rad. Nach dem Abfahren von Elbe, Saale, Spree und Havel stand noch die Unstrut auf dem Zettel. Der Nebenfluss der Saale hat einen „eigenen“ Radweg. Vom Hörensagen soll es eine wirklich tolle Route sein. Wenn auch mit gut nur 200 km etwas kurz.
Mehrfach prokrastiniert, ging es dann bei einem angekündigten Schönwetterfenster am Mittwoch, den 23. August 2023 los. In vier Tagen – einschließlich eines „Kur-Tages in der Mittelalterstadt Bad Langensalza – und nach drei Etappen war die Ausritt an der Unstrut Mündung in die Saale bei Naumburg schon beendet.
Fast alles lief nach Plan. Sogar das Wetter. Nur hatte die Frau von uns die falschen Schuhe an – deshalb mussten wir leider etwas abkürzen *).
Wir waren etwa 6 gemütliche Stunden unterwegs, inklusive einer längeren Besichtigung der spannenden „Insel Stein“ (6 Euro, die sich lohnen).
*) Symbolbild aus dem Gartenreich: Das Denkmal „Dornenzieher“
Zusammengefasst war es aber ein schöner, längerer Spaziergang durch einen fantastischen Park. Mit etwas Fantasie fühlt man sich in das 18. Jahrhundert versetzt.
Das „Gartenreich Dessau-Wörlitz“, wie es offiziell heißt, wird von einer gleichnamigen Kulturstiftung unterhalten. Zahlreiche Mitarbeiter finden hier durchaus beneidenswerte Arbeitsplätze bei „Franz“, wie sie den volksfreundlichen Gründungsfürsten „Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau“ nennen.
Die lange, ausführliche Geschichte des Garten- und Architekturparadieses und warum es ein UNESCO Welterbe wurde, lässt sich besser im neu aufgelegten „Gartenreich-Magazin 2023/2024“ (9 MB PDF) nachlesen. Das gibt es vor Ort oder per Post in gedruckter Form, und als PDF für das Tablet hier:
⇾ www.Gartenreich.de/de/broschuerenservice
Unser Tag im Gartenreich
Es ist ein empfehlenswertes Timing um etwa 11 Uhr in Wörlitz die Wanderung zu beginnen. Die Touri-Info meinte zwar, 2 1/2 Stunden für den Standard-Spaziergang würden ausreichen, aber dann sind die Pausen, Besichtigungen und Fotostopps wohl rausgerechnet.
Also nahmen wir den RE3 (1,5 Std.) und den Welterbe-Bus (30 Minuten Umsteigen in Wittenberg plus 30 Minuten Fahrt), um pünktlich anzukommen. Der Bus hält in Wörlitz in der „Langen Reihe“ an Monis Konditorei und Café (täglich 10 bis 16 Uhr). Die Konditormeisterin Simone Guß ist auch Betreiberin des schönen Café und Restaurants „Am Eichenkranz“ (täglich ab 11 Uhr), doch das sollten wir erst am Ende des Tages erfahren.
Ich musste noch einmal los. Nach Kirchmöser. An einem Sonntag. Vor einer Woche waren die Kunstausstellung „Am Seegarten 2“ sowie das Schloss Plaue die Hauptziele der Wanderung in Kirchmöser.
Was weiß Bing/ChatGPT?
Den interessanten Industrielehrpfad haben wir nur auf dem Hinweg ab Bahnhof nebenbei mitgenommen. Eine Woche später, wieder an einem Sonntag, also gestern, stand der gesamte Lehrpfad auf dem Programm, ebenfalls die Ausstellung im Klub der Eisenbahner, die wir beim ersten Besuch nicht geschafft hatten.
Dazu: Beachtenswerte Architektur, Revitalisierung aller Orten und etwas Natur. Zufällig fanden sich auch wieder spannende Lost Places …
Das 49-Euro-Ticket soll sich lohnen. Auf zur einer Schlössertour! Mit dem RE1 nach Berkenbrück bei Fürstenwalde im Landkreis Oder-Spree im Osten des Landes Brandenburg.
Die Rundtour vom Bhf. Berkenbrück endete am Bhf. Briesen, das liegt einen Bahnhof weiter ebenfalls am RE1. Rückfahrt stündlich um *.42 Uhr. Geplante Routen für Mapy.cz und Komoot am Ende des Beitrages. Der gefahrene Track entspricht weitgehend der geplanten Route.
ABER! Ich setze gern einige Offroad-Passagen ein – Gedanke: Wo ein Wanderweg ist, kommst du auch gut mit dem MTB durch. Ich muss das mal genauer durchdenken – selbst ein Hauptwanderweg wie der E10 war gestern durch viele von Stürmen gefällten Bäumen auf natürliche „gesperrt“. Und wenn du dann auch noch in Eile bist, kann das schon sehr ärgerlich, weil hinderlich sein.
ALSO bei dieser Schlössertour-Route besser den längeren Weg über Neuhardenberg nehmen und sich nicht an einem alten, verlassenen Truppenübungsplatz entlang kämpfen 😅.
Original-Track zum Anschauen/Herunterladen unten im Beitrag.
Die Grundidee dieser Wanderung ist der Besuch der neuen und von Hasso Plattner schick gemachten Kunst- und Kulturlocation und Galerie „DAS MINSK“ am Brauhausberg. Zufällig ergab sich dann ein nahe Außenbesuch des alten Landtages, der unter Denkmalschutz steht, aber …
UPDATE
Offensichtlich am helllichten Samstag, den 5. August 2023, wurde das historischen Brauhausberg-Gebäude fast zur Hälfte abgefackelt! Es ist nun vollends abriss gefährdet. Denkmalschutz hat nicht geschützt. Wie wird es nun weiter gehen?
Gut, dass ich im Juni noch die Gelegenheit für einen Außenbesuch hatte. Wachschutz habe ich damals nicht gesehen.
Zahnlos der Denkmalschutz, unwirksame Rückkaufklausel, tatenlos seit acht Jahren der Eigentümer Sanus AG.